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Kardinal Arborelius bei Verleihung der Ehrendoktorwürde
Bild Copyright: © Johannes-Paul-II.-Universität Krakau

Schwedischer Kardinal wird Ehrendoktor an Krakauer Universität

20.05.2026 10:04
Polen/Schweden/Auszeichnung/Universität/Kirche
Ehrung für den vom Protestantismus konvertierten Erzbischof Arborelius vor allem für Verdienste um die Ökumene
Warschau, 20.05.2026 (KAP) Der schwedische Kardinal Lars Anders Arborelius ist am Montag von der Päpstlichen Universität Johannes Paul II. (UPJPII) in Krakau mit der Ehrendoktorwürde ausgezeichnet worden. Der Karmelit und Bischof von Stockholm wurde für seine Verdienste in Theologie, Spiritualität und ökumenischem Dialog geehrt. Arborelius war 2017 von Papst Franziskus zum ersten Kardinal in der Geschichte Schwedens erhoben worden.

Die Ehrung erfolgte auf Antrag der Fakultät für Sozialwissenschaften. Gewürdigt wurden laut Universität insbesondere sein "integrativer Ansatz", der theologische Reflexion, geistliches Leben und pastorale Verantwortung verbinde. Hervorgehoben wurden zudem sein Einsatz für kontemplatives Gebet, die geistliche Reifung des Menschen sowie sein Engagement für leidende Menschen, Menschen mit Behinderungen und Opfer bewaffneter Konflikte.

UPJPII-Rektor Robert Tyrala bezeichnete den Kardinal als Mann "tiefer Spiritualität, großer Bescheidenheit und Offenheit". Kardinal Grzegorz Ryz würdigte Arborelius in seiner Laudatio als "Menschen des Dialogs und der Mystik des Alltags". Die Spiritualität des Karmel habe er für gewöhnliche Menschen im Alltag zugänglich gemacht und damit gezeigt, dass Gottes Gegenwart auch in Arbeit, Beziehungen und Gebet erfahrbar sei.

Besondesr wurde bei der Feier das ökumenische Wirken des Kardinals hervorgehoben. Arborelius, der 1969 vom lutherischen Protestantismus zum Katholizismus konvertierte, habe über Jahrzehnte Brücken zwischen den christlichen Konfessionen gebaut. Sein Verständnis von Ökumene gründe auf Zuhören, gegenseitigem Respekt und der Suche nach dem, was Christen verbindet.

In seinem Festvortrag über die "ökumenische und ekklesiale Dimension des kontemplativen Gebets" betonte Arborelius die verbindende Kraft geistlichen Lebens. "Das Gebet ist mehr Gnade und Geschenk als Ergebnis eigener Anstrengung", sagte der Kardinal. Gerade in der zunehmend säkularisierten Gesellschaft Schwedens suchten viele Protestanten Inspiration in katholischer und orthodoxer Spiritualität.

An den Feierlichkeiten nahmen Vertreter der polnischen Regierung, der Polnischen Bischofskonferenz sowie Diplomaten aus mehreren Ländern teil. Im Anschluss sprach Arborelius mit Studierenden über soziale Ausgrenzung, den Zerfall zwischenmenschlicher Beziehungen sowie die Bedeutung von Solidarität, Empathie und gegenseitiger Verantwortung.

Kardinal Lars Anders Arborelius wurde 1949 im schweizerischen Sorengo geboren und wuchs im schwedischen Lund auf. 1969 trat er vom Luthertum zur katholischen Kirche über, zwei Jahre später schloss er sich dem Orden der Unbeschuhten Karmeliten an. 1979 empfing er in Malmö die Priesterweihe. Papst Johannes Paul II. ernannte ihn 1998 zum Bischof von Stockholm, 2017 erhob ihn Papst Franziskus als ersten Schweden überhaupt zum Kardinal.
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