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Papst hält Generalaudienz neben Armenier-Katholikos Aram

20.05.2026 11:42
Vatikan/Libanon/Armenien/Papst/Kirche/Ökumene/Nahost
Besondere Geste der Einheit - Gebet um Frieden im Nahen Osten
Vatikanstadt, 20.05.2026 (KAP) Als Zeichen der Bemühung um die Einheit der Christen hat Papst Leo XIV. am Mittwoch die Generalaudienz im Vatikan gemeinsam mit dem armenisch-apostolischen Katholikos von Kilikien, Aram I., gehalten. Der im Libanon ansässige und für sein weltweites ökumenisches Engagement sowie seinen Einsatz für die armenische Diaspora bekannte Katholikos saß während der Zeremonie auf dem Petersplatz neben Leo XIV. Beim Eröffnungssegen des Papstes bekreuzigte er sich.

In einer kurzen Begrüßungsansprache betonte der Papst die Nähe beider Kirchen. Zugleich erinnerte er an ihre seit Jahrzehnten geführten Dialoge zur Überwindung theologischer Meinungsverschiedenheiten mit dem Ziel einer vollen kirchlichen Gemeinschaft. Ferner rief er zum Gebet um Frieden im Libanon und im gesamten Nahen Osten auf. Leo XIV. hatte den Libanon im Dezember 2025 besucht.

Bei der Generalaudienz waren auch zahlreiche Bischöfe und Geistliche der armenisch-apostolischen Kirche anwesend. Die Delegation um Aram I. hält sich bereits seit Sonntag in Rom auf und wurde schon am Montag von Papst Leo XIV. zu einer Audienz im Apostolischen Palast empfangen. Offizielle Begegnungen gab es unter anderem auch mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem Leiter der vatikanischen Ökumene-Behörde, Kardinal Kurt Koch.

Katholikos: Gemeinsame Vision für Christen in Nahost

Am Dienstagabend sprach der Katholikos in einem Vortrag im Päpstlichen Orientalischen Institut über die Lage der Kirchen im Nahen Osten. Diese "schwanken zwischen Unsicherheit, Verzweiflung und Hoffnung", sagte Aram. Angesichts der anhaltenden Abwanderung von Christen aus der Region bräuchten die Kirchen eine gemeinsame Strategie und eine "gemeinsame Vision" für das Christentum im Nahen Osten. Dazu zähle auch, dass die Kirche im Westen die christliche Präsenz im Nahen Osten nicht als Überbleibsel der Vergangenheit betrachten, sondern als aktive Gemeinschaften und als Brückenbauer zwischen Ost und West sowie zwischen den monotheistischen Religionen.

Die armenisch-apostolische Kirche ist eine der ältesten orientalischen Kirchen. Neben dem eigentlichen Oberhaupt, dem in Armenien residierenden Katholikos, gibt es einen zweiten Katholikos, der in einem Vorort von Beirut residiert. Zu beiden unterhält die römisch-katholische Kirche gute Beziehungen.
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Papst tief besorgt über Lage im Libanon und die Kirchen in Nahost
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Leo XIV. empfing im Libanon residierenden armenisch-apostolischen Katholikos von Kilikien, Aram I., im Vatikan

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