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EUROPAS(s) STÄRKEN - Pfingstdialog Steiermark 2026
Europa
Bild Copyright: © Kathpress/Paul Wuthe

Pfingstdialog über EUROPA(s) STÄRKEN ortet Beiträge der Kirchen

20.05.2026 18:27
Österreich/Kirche/Gesellschaft/Religion/Wirtschaft/Forschung/Wissenschaft/Pfingsten/Europäische.Union
Kardinal Ladislav Német, Erzbischof von Belgrad, sowie Bischof Wilhelm Krautwaschl und Superintendent Wolfgang Rehner bei zweitägigem Symposium der Reihe "Geist & Gegenwart" auf steirischem Schloss Seggau
Leibnitz, 20.05.2026 (KAP) Mit einer hochkarätigen Expertenrunde wurde am Mittwoch der steirische Pfingstdialog unter dem mehrdeutigen Motto "EUROPA(s) STÄRKEN" eröffnet. Nicht nur der Ort der zweitägigen Veranstaltung, das kirchlichen Bildungshaus Schloss Seggau, sondern auch die steirischen Spitzen der katholischen sowie der evangelischen Kirche, Bischof Wilhelm Krautwaschl und Superintendent Wolfgang Rehner, sahen die Kirchen bei dieser Thematik gefordert. So zähle zu den Stärken Europas sein "christliches Substrat", wie Rehner ausführte. In der Vermittlung dieser Werte ortete Krautwaschl eine Aufgabe der Kirchen vor allem durch ihre zahlreichen Schulen und Bildungseinrichtungen.

Gleichzeitig plädierte der steirische Bischof für Nüchternheit bei der Frage nach Europa und seiner Zukunft. Es gelte, zuallererst "Vernunft, man kann es auch Hausverstand nennen, einzusetzen, um Europa zu stärken". Kirchen würden jetzt schon den Raum dafür bieten, dass Menschen unterschiedlichster Meinungen und Charaktere zueinander finden können, so Krautwaschl unter Verweis auf den letzte Woche stattgefundenen Deutschen Katholikentag in Würzburg. Auch müsse man ganz basale und zugleich globale Realitäten ernst nehmen, die Papst Franziskus immer wieder betont habe: So gebe es "nur die eine Menschheit auf dem einen Planeten, wir haben keinen anderen". Im Blick auf junge Menschen solle die Kirche deren "Sinnsuche in Freiheit begleiten", etwa durch die Tausenden kirchlichen Bildungseinrichtungen weltweit.

Zum christlichen Substrat Europas gehörten laut Rehner Werte wie Frieden, Gerechtigkeit und der Einsatz zur Bewahrung der Schöpfung. Auch das gesellschaftliche Prinzip "Vielfalt in Einheit" sei typisch christlich. Kirchen sollten zudem ihre Erfahrung einbringen, immer eine sehr ortsgebundene und zugleich weltweite Perspektive zu haben.

Bedrohtes Europa

In seiner Keynote widmete sich der renommierte Politikwissenschafter Carlo Masala dem Thema "Was Europa sein könnte" und betrachtete das Verhältnis von Freiheit und Sicherheit: "Nur wenn man sicher ist, hat man die Freiheit, Entscheidungen für eigenständige Entwicklungen zu treffen", betonte der Militärstratege. Die Freiheit Europas sei gegenwärtig aber von außen wie von innen massiv bedroht. "Europas Existenz steht auf dem Spiel."

Masala ortete eine militärische Bedrohung durch Russland, die wirtschaftliche Herausforderung durch China und die Bedrohung durch die USA, die sich derzeit "von einer hegemonialen zu einer imperialen Macht wandelt". Gerade der Wandel der USA bedinge hier eine neue Weltordnung. Die inneren Feinde Europas sah Masala in dem Aufstieg von rechtspopulistischen und rechtsradikalen Kräften. Durch sie sei die liberale Demokratie auf Basis von Rechtsstaatlichkeit, Menschenrechten und Minderheitenrechten in der EU ernsthaft in Gefahr.

Europäische Grundordnung schützen

Die EU müsse sich bewusst sein, dass sie ihre politische und wirtschaftliche Grundordnung aktiv erhalten muss. Es brauche aber auch Fortschritte bei der Integration. So sollte das in den EU-Verträgen verankerte "Konzept der flexiblen Integration" mehr als bisher zur Anwendung kommen. Es gehe um ein "Europa der konzentrischen Kreise, die aber offen bleiben müssen".

Auch müsse in der Gesellschaft das Bewusstsein wachsen, wie stark das europäische Modell in Gefahr sei. Masala resümierend: "Sicherheit ist das Fundament für eine freie gesellschaftliche Entwicklung. Aber sie hat einen politischen und ökonomischen Preis. Für Regierungen bedeutet das, klare Entscheidungen zu treffen. Man braucht also politische Führung, um die eigenen Gesellschaften zu erreichen und um Europa so zu schützen."

Spiritualität, Recht, Wirtschaft

Der erste Tag des Pfingstdialogs endet mit einem theologischen Impuls von Kardinal Ladislav Német, Erzbischof von Belgrad. Das Programm am Mittwoch sieht noch das Forum "Freiheit in Sicherheit - Sicherheit in Freiheit" vor, in dem u. a. Erika de Wet, Völkerrechtlerin an der Universität Graz, Arnold Kammel, Generalsekretär des Bundesministeriums für Landesverteidigung, Carlo Masala und Elisabeth Hoffberger-Pippan vom Peace Research Institute Frankfurt über sicherheitspolitische Aspekte diskutieren.

Das abendliche Abschlussforum beschäftigt sich mit dem brisanten Thema "Wirtschaftsstandort Europa". Diskutanten sind der Energieexperte Johannes Benigni, die renommierten Ökonomen, WIFO-Direktor Gabriel Felbermayr und die Direktorin von EcoAustria Monika Köppl-Turyna, Anette Klinger von der IFN-Internorm-Gruppe und Kurt Maier von der Industriellenvereinigung Steiermark

"Geist & Gegenwart"

Die seit 2005 auf Schloss Seggau stattfindenden Pfingstdialoge "Geist & Gegenwart" wollen laut eigenen Angaben Herausforderungen und Problemstellungen Europas reflektieren. Der sich durchziehende Faden sei stets auch eine Standortbestimmung des "Projekts Europa", seiner Chancen, Hoffnungen, aber auch Gefährdungen und Probleme, seiner Entwicklungen und Herausforderungen.

Der Pfingstdialog "Geist & Gegenwart" ist eine gemeinsame Veranstaltung von Club Alpbach Steiermark, Joanneum Research und Land Steiermark unter Federführung von Finanz-, Wirtschafts- und Wissenschaftslandesrat Willibald Ehrenhöfer, in Kooperation mit der Diözese Graz-Seckau. Die steirischen Universitäten, Fachhochschulen sowie zahlreiche Forschungseinrichtungen sind als Partner in den Pfingstdialog eingebunden, wie auch die Industriellenvereinigung, die Arbeiterkammer und die Wirtschaftskammer Steiermark.

Durch ein Stipendienprogramm wird auch heuer wieder hochqualifizierten Studierenden sowie Nachwuchswissenschafterinnen und Nachwuchsforschern die Teilnahme am Pfingstdialog ermöglicht. Die gesamte Veranstaltung wird über www.pfingstdialog-steiermark.at sowie den langjährigen Medienpartner ORF gestreamt.
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EUROPAS(s) STÄRKEN - Pfingstdialog Steiermark 2026
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Steiermark: Pfingstdialog mit Kardinal Német und Bischof Krautwaschl
18.05.2026 13:40
Hochkarätige Referenten bei zweitägigem Symposium auf Schloss Seggau diskutieren unter dem Generalthema "EUROPA(s)STÄRKEN" von 20. und 21. Mai

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