Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

KI-Einsatz in Pflege "lösungsorientiert statt technologiegetrieben"

21.05.2026 15:27
Österreich/Technologie/Langzeitpflege/Krankenhaus/KI
DenkForum St. Lambrecht mit Fachleuten vom "Haus der Barmherzigkeit" über Vorbedingungen für sinnvolle Anwendung neuer Technologien im medizinischen Bereich
Graz, 21.05.2026 (KAP) Künstliche Intelligenz (KI) kann in Pflege, Medizin und Rehabilitation erhebliche Unterstützung leisten, muss jedoch konsequent am Nutzen für den Menschen ausgerichtet bleiben: Das haben Expertinnen und Experten beim diesjährigen DenkForum der Gesellschaft für Zukunftssicherung und Altersvorsorge im Rahmen der DenkForum St. Lambrecht dargelegt. Der Einsatz von KI im Gesundheits- und Sozialbereich stand dabei im Mittelpunkt, hieß es in einer Aussendung am Donnerstag.

KI sei "ein Tool", betonte Anette Jelen-Csokay, Chief Digital Officer vom Haus der Barmherzigkeit. Zugleich gelte aber auch: "Nicht alles, was möglich ist, ist sinnvoll." Der Einsatz müsse lösungsorientiert erfolgen und dürfe nicht von der Technologie selbst getrieben sein. In der Praxis könne KI zum Beispiel Pflegeprozesse unterstützen, etwa bei der Auswertung medizinischer Daten und der Einschätzung von Risiken im Pflegealltag.

"Wir wollen nicht technologiegetrieben, sondern lösungsorientiert sein", unterstrich Jelen-Csokay. Zudem sagte sie: "Das Fundament muss tragfähig sein und mit Transparenz, Innovation und guten Datenstandards können gute Voraussetzungen für den Einsatz von KI geschaffen werden."

Auch der Institutsdirektor vom Haus der Barmherzigkeit, Christoph Gisinger, verwies auf die Bedeutung digitaler Technologien im Gesundheitswesen. Angesichts des demografischen Wandels brauche es neue Lösungen für ein zukunftsfittes Versorgungssystem. KI und Robotik könnten dazu einen Beitrag leisten, müssten jedoch "am Bedarf der Menschen orientiert sein und mit Betroffenen gemeinsam entwickelt werden". Sehr wohl könnten technische und digitale Lösungen bei der Bewältigung von funktionellen Einschränkungen im Alter eine "wertvolle Ressource" sein.

Aus der Industrie brachte der Sales Director Austria des Medizintechnikunternehmens Otto Bock, Hans-Peter Arzberger, die Perspektive der Prothesen- und Orthesenversorgung ein. KI könne helfen, Versorgungsentscheidungen zu verbessern und Abläufe zu beschleunigen. Aktuell gehe der Auswahl der passenden Prothese oft eine langwierige Bewilligungsphase voraus. Ziel sei es, "möglichst effizient die richtige Lösung für die Betroffenen zu finden", sei doch bei einer Prothese "nicht die Benutzung, sondern die Nicht-Nutzung" teuer für das Gesundheitssystem.

Einigkeit herrschte unter den Vortragenden darin, dass KI im direkten Einsatz am Menschen nur unter klaren ethischen und fachlichen Rahmenbedingungen sinnvoll ist. Technologische Innovation müsse sich stets an Lebensqualität, Selbstbestimmung und konkretem Bedarf der Betroffenen orientieren.

Das diesjährige DenkForum steht unter dem Leitmotiv "Longevity" und wurde von dem Präsidenten der Gesellschaft für Zukunftssicherung und Altersvorsorge, Günther Schiendl, eröffnet. Er erklärte, das Format sei thematisch erweitert und internationaler ausgerichtet worden.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen