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"Menschen gefragt, die Mut machen": Glettler vor der "Langen Nacht"

21.05.2026 15:33
Österreich/Kirche/Ausstellung/Kultur/Musik/Gesellschaft
Vielfältiges Programm lädt am 29. Mai in Innsbruck zu Begegnung und Kultur ein
Innsbruck, 21.05.2026 (KAP) Unter dem Motto "MUTeinander" lädt die Lange Nacht der Kirchen am 29. Mai auch in der Diözese Innsbruck ein - zu mehr als 100 Veranstaltungen in rund 50 beteiligten Gotteshäusern. Kirchen, kirchliche Einrichtungen und ökumenische Partner öffnen ihre Türen und bieten ein breites Spektrum von spirituellen Formaten über musikalische Beiträge bis hin zu Angeboten für Familien, Kinder und Jugendliche. Im Rahmen einer Pressekonferenz in Anwesenheit von Diözesanbischof Hermann Glettler wurden am Donnerstag ausgewählte Programmpunkte vorgestellt.

Glettler hob dabei die aktuelle gesellschaftliche Situation hervor und betonte: "Gerade angesichts einer beschädigten Zuversicht sind Menschen gefragt, die Mut machen." Die Lange Nacht der Kirchen lade mit ihrem vielfältigen Programm dazu ein, "die Mut-Ressourcen unserer Herzen aufzufüllen". Projektkoordinatorin Karin Bayer-Ortner verwies auf den kirchlichen Grundgedanken der Veranstaltung und erklärte, dass Kirche Menschen durch gelebte Nächstenliebe ermutige, die sich auch in Einrichtungen wie der Caritas zeige; die Lange Nacht wolle genau diese Dimension der Ermutigung sichtbar machen.

Die Diözese Innsbruck beteiligt sich heuer zum 19. Mal an der österreichweiten Kirchennacht, gemeinsam mit sechs anderen christlichen Kirchen. Das vielfältige Programm umfasst spirituelle, liturgische und kulturelle Angebote, darunter etwa eine "Eucharistiefeier mit Gebet für kranke Menschen und alle, die sie begleiten" in der Jesuitenkirche sowie der orthodoxe "Akathistos Hymnus" mit anschließender Begegnung in der serbisch-orthodoxen Kirche.

Religionsdialog und Vatikan-Einblicke

Die Multireligiöse Plattform Innsbruck lädt gemeinsam mit dem Haus der Begegnung zu einem interkulturellen Dialog in die Auferstehungskirche, während in der Schneiderkirche in Hall ein Vortrag des Vatikan-Journalisten Mario Galgano aktuelle Entwicklungen in der Weltkirche beleuchtet und zur Auseinandersetzung mit dem Pontifikat von Papst Leo XIV. einlädt.

Durch die räumliche Nähe von rund 20 beteiligten Kirchen allein in Innsbruck ergeben sich in der Tiroler Landeshauptstadt kurze Wege, die es ermöglichen, mehrere Programmpunkte miteinander zu verbinden und die Stadt als offene "Entdeckungstour" durch kirchliche und kulturelle Räume zu erleben; auch vor dem Bischofshaus sind Begegnungsformate vorgesehen, darunter ein gemeinsames Pastaessen als niederschwelliger Gesprächsraum, das zugleich auf die Aktion "Pasta per Tutti" im Juni verweist.

Mut für den Einsatz für andere

Ein Schwerpunkt liegt heuer auf dem Ehrenamt, das im Kontext des Jahres des Ehrenamtes besonders hervorgehoben wird. Sybille Auer vom Freiwilligenzentrum der Caritas der Diözese Innsbruck betonte vor den Journalisten, Kirche sei "auch Caritas - Menschen, die für andere Menschen da sind, die sich für andere in Not einsetzen". Im Ehrenamt brauche es oft Mut als den ersten Schritt, sich einzubringen, auf andere zuzugehen und Verantwortung zu übernehmen. Der Lohn dieses Einsatzes sei nicht nur die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts, sondern auch der Einzelne profitiere, da es Sinn, Freude und Verbundenheit schaffe.

Der für Salzburg und Tirol zuständige evangelische Superintendent Olivier Dantine verwies auf die ökumenische Dimension und sagte: "Wenn die Kirchen ihre Türen in der Langen Nacht der Kirchen öffnen, dann wollen sie Raum geben für dieses 'Muteinander'." Auch aus gesellschaftlicher Perspektive wurde die Bedeutung der Veranstaltung unterstrichen: Walter Peer von der Wiener Städtischen Versicherung betonte, gerade in Zeiten geopolitischer Spannungen und gesellschaftlicher Unsicherheiten brauche es Orte der Hoffnung, Begegnung und des Zusammenhalts.

Über 1.700 Veranstaltungen österreichweit

Österreichweit sind in der "Langen Nacht der Kirchen" mehr als 1.700 Veranstaltungen in rund 600 Kirchen bzw. weiteren Orten geplant. Eröffnet wird die "Lange Nacht" wieder traditionell mit dem österreichweiten Glockengeläut um 17.50 Uhr. Bis auf die Diözese Feldkirch, die heuer pausiert, sind alle heimischen Diözesen mit dabei, ebenso die Katholische Kirche in Südtirol (Diözese Bozen-Brixen). An der ökumenischen Großveranstaltung nehmen stets alle im Ökumenischen Rat der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ) vertretenen Kirchen teil. In den vergangenen Jahren verzeichnete die "Lange Nacht" österreichweit stets an die 300.000 Besucher. Mit dieser Zahl rechnen die Veranstalter auch heuer. (Alle Infos: www.langenachtderkirchen.at)
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