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Umweltverbrechen in Süditalien: Papst prangert Mafia und Staat an

23.05.2026 10:31
Italien/Religion/Papst/Umwelt/Medizin & Gesundheit/Kirche
Über Jahrzehnte entsorgte Mafia illegal Abfall in Süditalien - Papst Leo XIV. erhebt schwere Vorwürfe gegen Politik und Täter
Rom, 23.05.2026 (KAP) Vergrabener Müll, vergiftetes Land, zerstörte Familien: Papst Leo XIV. hat die Umweltverbrechen der Mafia in Süditalien angeprangert und die lange Tatenlosigkeit des Staates. Am Samstagmorgen besuchte Leo XIV. die Stadt Acerra im "Land der Feuer". Über Jahrzehnte vergrub und verbrannte das organisierte Verbrechen in der Region Millionen von Tonnen gefährlicher Abfälle - vergiftete damit Luft und Boden. Bis heute leiden Bewohner und Umwelt unter den Folgen.

Laut des örtlichen Bischofs Antonio Di Donna sind in den letzten 30 Jahren allein in Acerra etwa 150 Kinder und Jugendliche gestorben - "ganz zu schweigen von den Erwachsenen und den Todesfällen in anderen Teilen der Region". Rund 3 Millionen Menschen leben in dem Gebiet nahe Neapel, das auch als "Dreieck des Todes" bezeichnet wird.

In Acerras Kathedrale traf der Papst betroffene Familien: "Ich bin vor allem gekommen, um die Tränen derer zu sammeln, die geliebte Menschen verloren haben, getötet durch die Umweltverschmutzung, die von skrupellosen Menschen und Organisationen verursacht wurde, die viel zu lange ungestraft handeln konnten." Er verurteilte die "tödliche Mischung aus dunklen Interessen und Gleichgültigkeit gegenüber dem Gemeinwohl". Sie habe das natürliche und soziale Umfeld vergiftet.

Der Papst forderte das Ende einer Kultur der Privilegien, der Überheblichkeit und der Rechenschaftslosigkeit. Diese habe nicht nur diesem Gebiet, sondern auch vielen anderen Regionen Italiens und der Welt zu viel Böses angetan.

Seit Jahren wehren sich Bewohner in diesem etwa 11.000 Quadratkilometer großen Gebiet gegen die illegale Müllentsorgung und fordern Konsequenzen vom italienischen Staat. Dafür zogen sie bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Dieser gab ihnen recht: Italien habe trotz langjähriger Kenntnis der Situation nicht schnell und sorgfältig genug reagiert, müsse innerhalb von zwei Jahren Maßnahmen zur Bewältigung ergreifen.

Der für die Überwachung dieser Maßnahmen zuständige Lenkungsausschuss in Rom veröffentlichte kurz vor dem Papstbesuch steigende Zahlen bei Anzeigen, Festnahmen und Geldbußen wegen Umweltdelikten. Laut Bischof Di Donna sind Fortschritte erzielt worden, es bleibe aber noch viel zu tun.

Der Papst ermutigte die Menschen, das Engagement für ihre Region fortzusetzen. "Kein zerstörerisches Feuer mehr", forderte er, "sondern ein Feuer, das belebt und wärmt, das Feuer des Geistes, das die Herzen und den Verstand von Tausenden und Abertausenden von Männern und Frauen, von Kindern und Alten entzündet und zu Fürsorge, Trost, Achtsamkeit und wahrer Liebe inspiriert."
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