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Die Geburtsstunde der Kirche - Zu Pfingsten feiern Christen die Sendung des Heiligen Geistes - Weltweit gibt es zum Feiertag große Gottesdienste.
Wien, 24.05.2026 (KAP) Christinnen und Christen in aller Welt feiern am Sonntag Pfingsten. Das Fest der Sendung des Heiligen Geistes gilt als das Geburtsfest der Kirche. Mit Pfingsten endet die 50-tägige Osterzeit. Wie Weihnachten und Ostern hat das Fest in einigen Ländern wie in Deutschland noch einen zweiten Feiertag, den Pfingstmontag.
Zum Fest finden vielerorts Gottesdienste statt. Um 10 Uhr feiert Papst Leo XIV. Gottesdienst im Vatikan. Österreichs Bischöfe feiern ebenfalls Festgottesdienste; Erzbischof Franz Lackner zelebriert im Dom zu Salzburg, Erzbischof Josef Grünwidl im Stephansdom und der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer im Linzer Mariendom, letzterer verbindet den Festgottesdienst mit einer Firmung. Österreichweit empfangen derzeit jährlich knapp 40.000 Jugendliche die katholische Firmung, über 7.000 davon in der Erzdiözese Wien, die meisten davon in der Zeit vor oder um Pfingsten.
Aussendung des Heiligen Geistes.
Die Apostelgeschichte in der Bibel berichtet, wie die Jünger Jesu durch das Pfingstwunder "mit Heiligem Geist erfüllt wurden und begannen, mit anderen Zungen zu reden". Das sogenannte Sprachenwunder will darauf hinweisen, dass die Verkündigung der Botschaft Jesu sprachübergreifende Bedeutung für die ganze Welt hat.
Bis zum vierten Jahrhundert feierten die Christen an Pfingsten nicht nur den Abschluss der Osterzeit, sondern auch die in der Apostelgeschichte erwähnte Himmelfahrt Christi. Nachdem sich dafür - 40 Tage nach Ostern - ein weiterer Festtag herausgebildet hatte, wurde Pfingsten eigenständig. Wie Weihnachten und Ostern erhielt das Fest in einigen Ländern wie in Deutschland einen zweiten Feiertag, den Pfingstmontag.
Historisch gesehen ist das Pfingstfest auch ein Frühlingsfest. Bräuche, die mit Wachsen, Blühen und Wiedererwachen der Natur zu tun haben, tauchen vor dem herannahenden Sommer noch einmal auf.
Zu den überregional bekanntesten Bräuchen gehören der Pfingstritt in Kötzting im Bayerischen Wald am Pfingstmontag und die Springprozession im luxemburgischen Echternach am Dienstag nach Pfingsten.
Da der "Heilige Geist" nur schwer fassbar ist, hat man ihn sich zuerst als junges Mädchen vorgestellt, später als Mann mit drei Gesichtern. Seit dem späten Mittelalter herrscht die Taube als Symbol vor. In der Bibel heißt es bei der Beschreibung der Taufe Jesu im Jordan: Als Jesus aus dem Wasser stieg, "öffnete sich der Himmel, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube auf sich herabkommen".