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Rumänien: Große Ungarnwallfahrt mit 300.000 Pilgern

24.05.2026 12:07
Ungarn/Rumänien/Kirche/Religion/Religionsfest oder Feiertag/Religionsritual/Feiertage/Glaube/Wallfahrt
Pfingstwallfahrt nach Csíksomlyó - Ungarischer Bischof Székely ruft zu Zusammenhalt, Glauben und geistlicher Erneuerung auf
Budapest/Bukarest, 24.05.2026 (KAP) Zur traditionellen Pfingstwallfahrt im siebenbürgischen Csíksomlyó (Rumänien) haben sich am 23. Mai laut Presseberichten rund 300.000 Pilgerinnen und Pilger versammelt. Der Vorsitzende der Ungarischen Bischofskonferenz, Bischof János Székely, hielt die Festpredigt. Er bezeichnete die Wallfahrt als "Fest der geistlichen Erneuerung und der Zusammengehörigkeit" und rief die Gläubigen dazu auf, in einer von Unsicherheit geprägten Welt an Christus festzuhalten und solidarisch miteinander zu leben. Csiksomylo gilt als einer der wichtigsten religiösen Orte des Ungarntums; die Ursprünge der Pilgertradition reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück.

Die Feierlichkeiten in dem bedeutenden ungarischen Wallfahrtsort in den Ostkarpaten haben am Freitagabend mit einer Messe und einer nächtlichen Vigil begonnen. Die Eucharistiefeier am sogenannten Dreihügel-Altar wurde von zahlreichen Bischöfen konzelebriert, darunter der Erzbischof von Alba Iulia (Gyulafehérvár), Gergely Kovács. Unter den Teilnehmern befanden sich auch der ungarische Staatspräsident Tamás Sulyok sowie dessen Amtsvorgänger János Áder.

Der Mensch könne den Herausforderungen der Gegenwart nur standhalten, wenn er "an Christus festhalte" und zugleich von Familien, Gemeinschaften und "brüderlichen Beziehungen" getragen werde, betonte Székely. Der Bischof rief Priester und Gläubige dazu auf, den Armen, Kranken und Bedürftigen beizustehen und ein glaubwürdiges christliches Leben zu führen. Zugleich appellierte er an die Pilger, ihren Glauben und ihr Taufversprechen zu erneuern sowie die Werte des Evangeliums zu bewahren. Zukunft habe nur eine Gemeinschaft, die auf "Glauben, Liebe und Zusammenhalt" gegründet sei.

Tradition seit 16. Jahrhundert

Die erste Kirche von Csiksomylo wurde im 15. Jahrhundert von den Franziskanern erbaut; nach ihrer Zerstörung entstand 1802 die heutige barocke Kirche. Der Wallfahrtsort liegt im Gebiet der Ostkarpaten, im sogenannten Csiki-Becken. Zwischen den beiden Somlyo-Bergen befindet sich das Becken, das den Ort der Wallfahrt bildet - eine natürliche, amphitheaterartige Senke. Dort steht der sogenannte Dreihügel-Altar.

Die Anfänge der Wallfahrt von Csiksomylo reichen bis ins 16. Jahrhundert zurück. In Siebenbürgen lebten damals neben Ungarn auch Sachsen als bedeutende Bevölkerungsgruppen. Auch während der Zeit der Reformation und Religionskonflikte blieb die Region um Csíksomlyó ein Zentrum katholischer Religiosität und entwickelte sich zu einem wichtigen Ort szeklerisch-katholischer Tradition.

Mit dem zunehmenden rumänischen Bevölkerungsanteil in Siebenbürgen wurde Csiksomylo zum wichtigsten ungarischen Wallfahrtsort. Während der kommunistischen Herrschaft wurde die Religionsausübung systematisch unterdrückt: katholische Bischöfe wurden inhaftiert, Ordensgemeinschaften aufgelöst, und die Wallfahrt wurde stark eingeschränkt. Sie blieb jedoch im Verborgenen weiterhin lebendig.

Seit dem politischen Umbruch 1989 hat sich Csíksomlyó zu einer internationalen Großveranstaltung entwickelt, die jährlich Hunderttausende Pilger aus Ungarn und der Diaspora anzieht. Internationale Aufmerksamkeit erhielt der Wallfahrtsort auch durch den Besuch von Papst Franziskus im Jahr 2019. Franziskus warnte damals vor nationaler Abschottung und betonte die Bedeutung von Versöhnung und Zusammenhalt.
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