Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Ausgie?ung des Hl. Geistes. Detail Fl?gelaltar / Bildschrein 'Erl?sungswerk Jesu Christi' von Helmut Michael Berger   ? Franz Josef Rupprecht; A-7123 M?nchhof; Bank: Raiffeisenbank M?nchhof (BLZ: 33054), Konto.-Nr.: 17.608
Kirche
Bild Copyright: © Rupprecht@kathbild.at, Franz Josef Rupprecht

Pfingsten: Bischöfe rufen zu Mut, Versöhnung und Zusammenhalt auf

24.05.2026 14:32
Österreich/Kirche/Pfingsten/Religion/Religiöses Ereignis/Feiertage
Pfingstpredigten in Salzburg, Feldkirch und Innsbruck stellten Frieden, Hoffnung und Verständigung in den Mittelpunkt
Salzburg/Innsbruck/Feldkirch, 24.05.2026 (KAP) Das Pfingstfest als Gegenmodell zu Angst, Rückzug und Spaltung: Mehrere österreichische Bischöfe - Salzburgs Erzbischof Franz Lackner, der Innsbrucker Diözesanbischof Hermann Glettler und der Feldkircher Bischof Benno Elbs - haben am Pfingstsonntag den Heiligen Geist als Kraft zur Versöhnung und Erneuerung dargelegt. Angesichts internationaler Krisen, wachsender Polarisierung und gesellschaftlicher Unsicherheit brauche es mehr denn je Hoffnung, Verständigung und die Bereitschaft zum Aufbruch. Lackner sprach von einer Welt, die "einen Frieden braucht, den sie selbst nicht geben kann", Elbs warnte vor einem "Ungeist der Feindschaft" in politischen und gesellschaftlichen Debatten, und der Innsbrucker Bischof Glettler rief zu mehr "MUTeinander" auf.

Lackner stellte im Salzburger Dom die Erfahrung menschlicher Ohnmacht und die Suche nach Orientierung in den Fokus. Der Heilige Geist wirke oft gerade dort, wo Menschen nicht mehr weiterwüssten, so der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz. Mit Verweis auf persönliche Kindheitserinnerungen sowie auf mittelalterliche Theologen wie Anselm von Canterbury und Johannes Duns Scotus sprach er von einer Wahrheit, die sich letztlich nicht vollständig begreifen lasse. Der Heilige Geist sei ein "Tröster", der Menschen in schwierigen Zeiten begleite und zum Frieden führe.

"Heilsame Störung"

Der Feldkircher Bischof Elbs bezeichnete den Heiligen Geist als "heilsame Störung", die von Selbstgewissheit und Ich-Bezogenheit befreit und "den Blick weitet für das Du, das uns in Gott und den Menschen begegnet". Der Heilige Geist sei etwa dort gefragt, wo Gewohnheiten gestört und neu herausgefordert würden; dort sei "Mut zur Veränderung, dort ist Heiliger Geist gefragt".

Pfingsten sei zudem eine Erinnerung an die christliche Hoffnung und das Vertrauen, "dass nicht ich es bin, der alles machen und erreichen muss, sondern dass letztlich bei all meinem Bemühen das Entscheidende jemand anderer leistet. Dass das unserer Mentalität des Selber-Machens und Selber-Durchsetzens widerspricht, liegt auf der Hand". Das Wesentliche des Lebens - Liebe, Vertrauen, Glück, Glaube, Zufriedenheit, Dankbarkeit - könne der Mensch nicht selbst produzieren, vielmehr werde es einem geschenkt. "Auch den Heiligen Geist können wir nicht herstellen. Wir können nur um ihn bitten, ihn empfangen und uns von ihm und seinen Gaben beschenken lassen", so Elbs.

Besonders deutlich wurde der Bischof beim Thema Sprache und gesellschaftlicher Umgangston. Begriffe wie "Lügenpresse", "Gutmensch" oder "Sozialtourismus" stünden für eine Sprache der Spaltung, warnte Elbs. Das Pfingstfest erinnere daran, dass Verständigung und gegenseitiges Zuhören Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenhalts seien.

Glettler: "Mutige machen Mut"

Glettler stellte seine Predigt im Innsbrucker Dom unter das Motto "MUTeinander", auch das Motto der österreichweiten Langen Nacht der Kirchen am 29. Mai. Pfingsten sei eine Gegenbewegung zu Wut, gesellschaftlicher Entfremdung und wachsender Ich-Bezogenheit. Der Heilige Geist stifte zu "Mut-Ausbrüchen" an und befähige Menschen zu Zivilcourage, Mitgefühl und solidarischem Handeln, führte der Bischof aus.

In einer Zeit globaler Aufrüstung und zunehmender Spannungen brauche es Menschen, die Beziehungen stärken und Hoffnung weitergeben, so Glettler. "Mutige machen Mut", betonte der Bischof. Pfingsten stehe für einen "Zukunftsmut", der Menschen befähige, sich nicht von den negativen Dynamiken der Gegenwart bestimmen zu lassen. "Mut, sich wandeln zu lassen, um Menschen zu werden, die nicht in den negativen Dynamiken der Zeit gefangen bleiben, sondern eine Alternative leben."
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen