Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Schriften von Theologe Gottfried Bachl an KU Linz präsentiert

28.05.2026 14:52
Österreich/Wissenschaft/Kirche/Literatur
Fünfbändige Ausgabe dokumentiert Werk des 2020 verstorbenen Dogmatikers und Autors
Linz, 28.05.2026 (KAP) Mit einer fünfbändigen, 3070 Seiten umfassenden Publikation soll das theologische wie literarische Werk des 2020 verstorbenen Theologen Gottfried Bachl neu zugänglich gemacht werden. Die Katholische Privat-Universität Linz hat am Mittwochabend die abgeschlossene Ausgabe der "Gesammelten Schriften" Bachls präsentiert. Die im Herder Verlag erschienene fünfbändige Edition versammelt 267 Texte sowie sämtliche Buchpublikationen des früheren Dogmatikprofessors.

Die Herausgeber der Sammlung sind Wilhelm Achleitner, ehemaliger Direktor des diözesanen Bildungshauses Schloss Puchberg in Wels, Alois Halbmayr, Salzburger Dogmatikprofessor und Heinrich Schmidinger, ehemaliger Rektor der Universität Salzburg. Sie bezeichneten Bachl bei der Präsentation als eigenständigen theologischen Denker, dessen Stimme weiterhin Relevanz für Kirche und Gesellschaft habe. Die Edition entstand aus einer systematischen Aufarbeitung des verstreut publizierten Werks nach Bachls Tod im Mai 2020.

Im Zentrum der Buchpräsentation standen zentrale Motive von Bachls Theologie. Schmidinger verwies dabei auf dessen Beschäftigung mit der Frage nach dem Selbstverständnis Jesu. Ohne "Blickkontakt mit Jesus" hätte es für Bachl "kein Christentum" gegeben. Zugleich habe Bachl vor einer Instrumentalisierung Jesu durch abstrakte Christuskonzepte gewarnt. Charakteristisch für seine Texte sei zudem die Verbindung von theologischer Reflexion und literarischer Sprache gewesen.

"Kein Zitatentheologe"

Der emeritierte Linzer Theologe Franz Gruber erinnerte an Bachls Wirkung als Hochschullehrer. Dieser sei "kein Zitatentheologe" gewesen, sondern ein dialogorientierter Denker, der auch in kirchenpolitisch schwierigen Situationen unabhängig argumentiert habe. Prägend sei seine Fähigkeit gewesen, mit zugespitzten Fragen Debatten auszulösen.

Auch der Linzer Diözesanbischof Manfred Scheuer würdigte Bachl als streitbaren Theologen mit klarer Haltung. Er habe sowohl eine "geschwätzige Betriebsamkeit" in der Kirche als auch eine "Verweigerung des theologischen Denkens im Namen der Frömmigkeit" kritisiert. Zugleich habe sich Bachl intensiv mit der Erinnerung an das Konzentrationslager Mauthausen auseinandergesetzt und von Theologie und Kirche gesellschaftliche Stellungnahmen eingefordert.

Die Finanzierung der Publikation erfolgte mit Unterstützung der Erzdiözese Salzburg, der Diözese Linz, des Landes Oberösterreich, des Katholischen Pressvereins der Diözese Linz sowie der Pfarre und Stadtgemeinde Pregarten (als Heimatgemeinde Gottfried Bachls).

Gottfried Bachl

Gottfried Bachl wurde am 16. April 1932 in Pregarten geboren. Nach der Matura 1953 am Kollegium Petrinum trat er in das Linzer Priesterseminar ein. 1953 begann er das Philosophie- und Theologiestudium an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom und wurde 1959 in Rom zum Priester geweiht. 1963 schloss er das Doktoratsstudium ab.

Von 1963 bis 1966 war Gottfried Bachl Seelsorger in der Pfarre Wels-St. Stephan und von 1966 bis 1970 Religionslehrer am Wirtschaftskundlichen Mädchen-Realgymnasium der Schulschwestern in Wels. Ab 1970 arbeitete Gottfried Bachl zuerst als Lehrbeauftragter und war ab 1973 Professor für Dogmatik und Ökumenische Theologie an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Linz (heute KU Linz). 1973 erhielt er auch den Lehrauftrag für Dogmatik an der früheren Religionspädagogischen Akademie der Diözese Linz. 1983 wurde er auf den Lehrstuhl für Dogmatik an der Universität Salzburg berufen, wo er 1998 emeritiert wurde. Er starb am 23. Mai 2020 im 89. Lebensjahr in Vöcklabruck.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen