CEO Drumel: "Europa muss jetzt investieren - nicht erst, wenn aus Benachteiligung Ausgrenzung geworden ist" - Unterstützung von 21.371 Kindern, Jugendlichen und Familien im Vorjahr
Wien, 01.06.2026 (KAP) Zum Internationalen Tag des Kindes (1. Juni) hat die Kinderhilfsorganisation Concordia mehr politischen Willen gefordert, um Kinderarmut in Europa strukturell zu bekämpfen: "Kinderrechte brauchen Budgets, Prävention braucht Struktur, und jedes Kind braucht die faire Chance auf ein selbstbestimmtes Leben." Mit der Petition "Breaking the Cycle" ruft sie die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten dazu auf, Prävention in der Sozialpolitik und im EU-Budget 2028-2034 klar zu priorisieren: durch verlässliche Finanzierung, die Stärkung der Europäischen Kindergarantie, den Ausbau gemeindenaher Unterstützungsangebote und Investitionen in Fachkräfte, heißt es in einer Aussendung der Organisation am Montag.
"Kinderarmut ist vermeidbar. Europa muss jetzt investieren - nicht erst, wenn aus Benachteiligung Ausgrenzung geworden ist", so Bernhard Drumel, CEO von Concordia Sozialprojekte. Prävention müsse endlich eine Priorität bei der Armutsbekämpfung in Europa bekommen, dabei könnten Praxismodelle der Organisation das politische Handeln unterstützen. Concordia begleitet in Rumänien, der Republik Moldau, Bulgarien, im Kosovo und in Österreich Kinder und Jugendliche aus besonders vulnerablen Verhältnissen.
Hilfe für 21.371 Menschen
Laut neuem Wirkungsbericht 2025 erreichte Concordia im Vorjahr insgesamt 21.371 Menschen, davon 11.423 Kinder und Jugendliche im Alter von 0 bis 24 Jahren. In den Tageszentren wurden 174.714 Mahlzeiten und Snacks ausgegeben, zusätzlich 90.868 warme Mahlzeiten in Gemeinden und Küchen. 121.613 Angebote der Nachmittagsbetreuung und Weiterbildung, 161.763 Freizeitaktivitäten, 50.226 Life-Skills-Sessions und 46.088 Beratungsgespräche wurden geboten.
Concordia Sozialprojekte ist eine 1991 gegründete internationale und unabhängige Hilfsorganisation, die Kinder, Jugendliche und Familien in Not auf ihrem Weg zu einem selbstbestimmten Leben unterstützt und begleitet. Im Mittelpunkt der Programme steht laut Hilfsorganisation die Stärkung und Wahrung der Kinderrechte. Das übergeordnete Ziel der Arbeit sei es, Kinder und Familien dabei zu unterstützen, den Kreislauf der Armut zu durchbrechen und ihnen ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Die Organisation hat Standorte in Österreich (Wien), Deutschland (Stuttgart) und der Schweiz (Zug) und finanziert ihre Arbeit durch Spenden. (Info: https://concordia.or.at)