Österreichweite Schülervertretung betont Bedeutung des Religionsunterrichts, mahnt Wertevermittlung aber schon in der Grundschule auch für Schülerinnen und Schüler ein, die diesen nicht besuchen
Wien, 01.06.2026 (KAP) Schülerinnen und Schüler, die nicht den konfessionellen Religionsunterricht besuchen, sollen schon ab der Volksschule zu einer Wertebildung im Rahmen eines Unterrichtsfaches Ethik verpflichtet werden, wenn es nach der Schülerunion Österreich geht. Bundesgeschäftsführerin Bernadette Krall unterstrich am Montag in einer Aussendung die Bedeutung des Religionsunterrichts, sah jedoch zusätzlichen Handlungsbedarf für jene Kinder, die derzeit kein entsprechendes Bildungsangebot erhalten.
"Religionsunterricht leistet einen wichtigen Beitrag zur Vermittlung von Grundwerten, zu einem respektvollen Miteinander sowie zum Verständnis und zur Toleranz gegenüber unterschiedlichen Religionen und Weltanschauungen", so Krall wörtlich, die selbst Religionslehrerin ist. Gerade in einer Welt, die sowohl national als auch international stark von religiösen Fragen geprägt ist, seien diese Inhalte unverzichtbar. Religion präge das gesellschaftliche Leben auf vielfältige Weise - vom gesetzlich verankerten Ruhetag am Sonntag bis hin zu internationalen Konflikten, die häufig auch religiöse Dimensionen aufweisen. Umso wichtiger sei es, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit diesen Themen auseinanderzusetzen.
Gerade weil Wertebildung so wichtig ist, müssten sich auch jene Schüler damit auseinandersetzen, die nicht am regulären Religionsunterricht teilnehmen, um über ethische Fragen, Verantwortung, Zusammenleben und den Umgang mit persönlichen Schicksalsschlägen sprechen zu können", ergänzte Bundesobmann Maximilian Pech.
Die Schülerunion mahnte in der Aussendung auch entsprechende Ausbildungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Lehrkräfte ein. Es brauche einen Schwerpunkt Ethik in der Ausbildung von Volksschullehrern sowie Weiterbildungsangebote für bereits tätige Religionslehrer, die sich für diesen Bereich weiterbilden möchten, hieß es.