Papst Leo XIV. spricht mit Vatikan-Botschafter auf Kuba
01.06.202618:09
Vatikan/Kuba/Religion/Papst/Diplomatie
Botschafter in Havanna, Erzbischof Camilleri, am Montag in Audienz empfangen - Kirche gilt als mögliche Vermittlerin zwischen der kommunistischen Führung und der Regierung in Washington
Vatikanstadt, 01.06.2026 (KAP) Vor dem Hintergrund wachsender Kriegsgefahr zwischen den USA und Kuba hat Papst Leo XIV. am Montag seinen Botschafter in Havanna im Vatikan in Audienz empfangen. Das teilte das vatikanische Presseamt ohne weitere Angaben mit. Erzbischof Antoine Camilleri (60), aus Malta stammender Vatikandiplomat, vertritt den Heiligen Stuhl seit zwei Jahren in Havanna.
Die katholische Kirche gilt als mögliche Vermittlerin zwischen der kommunistischen Führung und der Regierung in Washington. Die Kirche ist die einzige nichtstaatliche Institution, die trotz des kommunistischen Machtmonopols über eigene funktionierende Strukturen auf Kuba verfügt.
Kuba und der Vatikan unterhalten seit 1935 ununterbrochen diplomatische Beziehungen. Jeder der drei Vorgänger von Papst Leo XIV. hat Kuba besucht. Den Anfang machte Johannes Paul II. (1978-2005) im Januar 1998, der damals Revolutionsführer Fidel Castro traf.
Bei jedem der Papstbesuche machte die kubanische Regierung einige Zugeständnisse im Bereich der Menschenrechte und der Rechte der Kirche. Zuletzt besuchte im Jahr 2015 Papst Franziskus (2013-2025) den diktatorisch regierten Inselstaat.
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