Spaniens Missbrauchsopfer fordern Treffen mit Papst
02.06.202615:34
Spanien/Kirche/Papst/Missbrauch
Sprecher droht mit Kundgebung vor Nuntiatur in Madrid
Madrid, 02.06.2026 (KAP/KNA) Ein Eklat droht: Seit Monaten verhandeln Spaniens Missbrauchs-Opferverbände mit der Hauptstadtdiözese Madrid über ein Treffen mit Leo XIV. bei seinem Besuch vom 6. bis 9. Juni. Doch vier Tage vor dem Eintreffen des Papstes habe man immer noch keine Antwort erhalten, sagte der Sprecher des Nationalen Verbandes der Opfer gestohlener Kindheit (ANIR), Juan Cuatrecasas, der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA). Das sei nicht hinnehmbar.
Es wäre "weder gerecht noch menschlich", wenn sich der Papst keine Zeit für jene Opfer nähme, die von Geistlichen oder im kirchlichen Bereich sexuellen Missbrauch erleiden mussten, so Cuatrecasas. Sollte es bis Donnerstag keine Antwort auf die Anfrage für ein Treffen geben, wollten die vier Opfervereinigungen am Montag (8. Juni) vor der päpstlichen Nuntiatur ihren Unmut zum Ausdruck bringen - also einen lautstarken Protest organisieren. An diesem Tag empfängt der Papst Ministerpräsident Pedro Sánchez zu einem Gespräch in der Vatikan-Vertretung.