Caritas-Europa-Präsident: "Österreich hat eine gute Tradition im Bereich der Diplomatie und sich als Vermittler und Ort des vertrauensvollen Gesprächs bewährt"
Wien/New York, 02.06.2026 (KAP) Michael Landau, früherer langjähriger Caritas-Österreich-Chef und derzeit Präsident von Caritas Europa, unterstützt Österreichs Bewerbung für einen nicht-ständigen Sitz im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen für die Periode 2027/28. Er sei "stolz darauf, dass Österreich für diese wichtige Aufgabe kandidiert", erklärte er am Dienstag gegenüber der Nachrichtenagentur Kathpress. "Ich hoffe und drücke die Daumen, dass Österreich gewählt wird. Und ich bin allen dankbar, die diese Kandidatur über alle Parteigrenzen hinweg mittragen und unterstützen."
Österreich bewirbt sich aktuell zum vierten Mal für den prestigereichen Posten im UNO-Sicherheitsrat, der fünf ständige und zehn nicht-ständige Mitglieder hat. Weil es sich um eine Kampfkandidatur gegen Deutschland und Portugal handelt, sind die Wahlchancen ungewiss. Entschieden wird am Mittwoch in der UNO-Generalversammlung in New York.
Österreich habe eine gute Tradition im Bereich der Diplomatie und sich als Vermittler und Ort des vertrauensvollen Gesprächs bewährt, erinnerte Landau. "Ich habe als Präsident der Caritas selbst gesehen, wie wichtig etwa die österreichische Beteiligung an den Friedensmissionen der Vereinten Nationen war und ist." Der Dienst der Blauhelme und der internationale Einsatz Österreichs werde zu Recht geschätzt.
"Wien ist heute schon ein wichtiger Sitz der Vereinten Nationen; wir haben also Erfahrung", so Landau weiter. Zugleich sei Österreich als kleines, neutrales Land für niemanden eine Bedrohung. "So können wir oft leichter mit anderen ins Gespräch kommen und im Gespräch bleiben."