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Schweizer Bischöfe besuchten Bewohner in Asylquartier

02.06.2026 16:51
Schweiz/Kirche/Migration/Flüchtlinge/Bischofskonferenz
Bischofskonferenz: Flüchtlinge und Migranten "nicht nur verwalten, sondern ihnen mit Menschlichkeit begegnen"
Zürich, 02.06.2026 (KAP) Die katholischen Bischöfe der Schweiz haben zum Auftakt ihrer dieswöchigen Vollversammlung die Bewohner eines staatlichen Asylquartiers im Kanton Schwyz besucht. Der Besuch setze ein bewusstes Zeichen der Nähe gegenüber Menschen, die oft nach belastenden Erfahrungen auf der Suche nach Schutz und Perspektiven sind, teilte die Schweizer Bischofskonferenz am Dienstag mit. Menschen auf der Suche nach einer besseren Zukunft "nicht nur zu verwalten, sondern ihnen mit Menschlichkeit zu begegnen" müsse ein gemeinsames Anliegen von Kirche und Staat sein.

Das sogenannte Durchgangszentrum im Dorf Nuolen am oberen Zürichsee beherbergt demnach bis zu 35 Personen, vor allem Familien mit Kindern sowie alleinstehende Frauen. Die Bischöfe besuchten das Haus gemeinsam mit Regierungsrätin Petra Steimen-Rickenbacher von der Schwyzer Kantonsregierung.

Migration stelle Staat und Gesellschaft vor Herausforderungen, eröffne aber zugleich die Möglichkeit, grundlegende Werte wie Würde, Verantwortung und Zusammenhalt konkret werden zu lassen, hieß es in der Pressemitteilung. Und weiter: "Die Schweizer Bischofskonferenz bringt dies in einer einfachen Geste zum Ausdruck: im gemeinsamen Essen, im Zuhören, im persönlichen Gespräch - und im stillen Gebet. Es geht darum, Menschen in prekären Lebenssituationen nicht aus dem Blick zu verlieren, sondern ihnen mit Aufmerksamkeit und Respekt zu begegnen."

Wie in Österreich steht auch in der Schweiz die Asylpraxis und die Unterbringung von Geflüchteten häufig in der Diskussion, insbesondere bezüglich der Standards und der Integration vor Ort. Das Durchgangszentrum Nuolen stehe exemplarisch für einen Ansatz, der Betreuung, Struktur und Integration verbinde, so die Bischofskonferenz. Die Bewohnerinnen und Bewohner würden an Sprachkursen teilnehmen und ihren Alltag innerhalb klarer Rahmenbedingungen weitgehend selbstständig gestalten, um Stabilität zu erfahren und auf ein Leben in den Gemeinden vorbereitet zu werden.
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