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Salzburger "Rupertusblatt": Gesamte Redaktion verlässt Wochenzeitung

03.06.2026 16:26
Österreich/Kirche/Medien/Rupertusblatt/Personalia
Kommunikationschef der Erzdiözese Salzburg, Hödl, betont, dass Wochenzeitung auch künftig in gewohnter Form erscheinen wird - Personelle Neuaufstellung der Redaktion laufe
Salzburg, 03.06.2026 (KAP) Turbulenzen in der Erzdiözese Salzburg: Die gesamte Redaktion des Rupertusblattes verlässt die Wochenzeitung, wie die "Salzburger Nachrichten" (SN) am Mittwoch berichteten. Thomas Hödl, Kommunikationschef in der Erzdiözese Salzburg, bestätigte gegenüber Kathpress, was er bereits den SN sagte: So habe man einvernehmlich eine personelle Neuaufstellung der Redaktion beschlossen. Die redaktionelle Arbeit sei gesichert, die Nachbesetzung der offenen Positionen laufe. Die Wochenzeitung erscheine auch weiterhin in der gewohnten Form. Die Position einer neuen Chefredakteurin bzw. eines neuen Chefredakteurs werde ausgeschrieben. Die bisherigen Redaktionsmitglieder würden sich mehrheitlich künftig innerhalb der Erzdiözese Salzburg neuen Aufgaben widmen.

Im Zuge einer Neuorganisation vor rund zwei Jahren wurde das "Rupertusblatt" als Stabsstelle beim Erzbischof angesiedelt. Erzbischof Franz Lackner steht der Wochenzeitung auch als Herausgeber vor. Durch die Neuorganisation gehört die Wochenzeitung als journalistisches Produkt aber auch zur Kommunikationsabteilung der Diözese.

Bei Überlegungen zur strategischen Weiterentwicklung der Wochenzeitung hätten sich im Laufe der Zeit unterschiedliche Auffassungen zwischen der Redaktion und den Kommunikationsverantwortlichen ergeben, so Hödl. Er hielt zugleich aber fest, dass die inhaltliche Linie der Zeitung nicht in Diskussion stand und steht. Darin heißt es: "Das Rupertusblatt dokumentiert, wie christliches Leben in den Pfarren, in der Diözese, in Österreich und weltweit gelebt und gestaltet wird. Als Wochenzeitung der Erzdiözese möchte das Rupertusblatt auch Plattform für kirchlichen, sozialen und gesellschaftlichen Austausch sein, zur Meinungsbildung beitragen und zugleich eine lebensnahe Hilfe und eine Stütze in unterschiedlichen Lebenslagen sein."

Aktuell zählt das Rupertusblatt laut Österreichischer Auflagenkontrolle (ÖAK) rund 6.660 Abonnentinnen und Abonnenten und eine Druckauflage von etwa mehr als 7.800 Stück. Die Zahlen gehen - wie bei allen heimischen Kirchenzeitungen - beständig zurück. Die Wochenzeitung finanziert sich durch Abo-Einnahmen, Werbung, Presseförderung und Zuschüsse aus dem Budget der Erzdiözese Salzburg. Aktuell gebe es ein finanzielles Defizit. Hödl: "Wir sind bestrebt, im Jahr 2027, was das Rupertusblatt betrifft, ausgeglichen zu budgetieren. Jedoch mit einem Zuschuss der Erzdiözese für die Personalkosten."
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