Dompfarre Eisenstadt als erste Pfarre im Burgenland EMAS-zertifiziert
04.06.202613:17
Österreich/Kirche/Umwelt/Auszeichnung
Dompfarrer Bayer: "Die EMAS-Zertifizierung ist für uns kein bürokratischer Akt, sondern ein konkretes Bekenntnis zur Schöpfungsverantwortung" - Zertifizierung will ermutigen, kirchlich wie gesellschaftlich konkrete Maßnahmen zum Schutz der Schöpfung zu setzen
Eisenstadt, 04.06.2026 (KAP) Die Dom- und Stadtpfarre zum Hl. Martin hat als erste Pfarrgemeinde im Burgenland die EMAS-Zertifizierung (Eco-Management and Audit Scheme) erhalten. Das europäische Umweltmanagementsystem EMAS gilt als eines der wirksamsten Instrumente für nachhaltiges Umweltmanagement und unterstützt Unternehmen und Organisationen dabei, Ressourcen wie Energie und Wasser einzusparen und Umweltbelastungen zu reduzieren. Zudem will die Zertifizierung ermutigen, kirchlich wie gesellschaftlich konkrete Maßnahmen zum Schutz der Schöpfung zu setzen. Die Zertifizierung erfolgt im Rahmen einer österreichweiten Initiative der katholischen und evangelischen Kirche, die gemeinsam über einen eigens gegründeten Verein organisiert wird.
"Die EMAS-Zertifizierung ist für uns kein bürokratischer Akt, sondern ein konkretes Bekenntnis zur Schöpfungsverantwortung. Als Pfarrgemeinde wollen wir nicht nur verkündigen, sondern auch im Alltag zeigen, dass uns die Bewahrung der Schöpfung am Herzen liegt", wird Dompfarrer Achim Bayer auf der Webseite der Diözese Eisenstadt zitiert.
In dem Jahr, in dem die Kirche den 800. Todestag des heiligen Franziskus von Assisi begeht, sei die Auszeichnung "ein besonders schönes Zeichen", gratulierte Generalvikar Michael Wüger der Dompfarre. "Franziskus war seiner Zeit weit voraus - seine Ehrfurcht vor der Schöpfung, sein Lied auf Bruder Sonne und Schwester Erde ist heute aktueller denn je. Die Dompfarre Eisenstadt setzt diesen Geist auf sehr konkrete Weise fort."
Im Vorjahr wurde die Diözese Gurk als erste Diözese Österreichs für ihre Zentralstellen nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS zertifiziert.