Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Fronleichnam: Deutsche Bischöfe würdigen neue Papst-Enzyklika

04.06.2026 16:41
Deutschland/Vatikan/Kirche/Religionsfest oder Feiertag/Papst/Glaube/Gesellschaft
Bischöfe warnen vor Überschätzung Künstlicher Intelligenz und heben Entwicklung der Menschenwürde sowie menschliche Beziehungen hervor
Berlin/Vatikanstadt, 04.06.2026 (KAP/KNA) Die katholischen Bischöfe in Bayern haben zu Fronleichnam auf die Grenzen Künstlicher Intelligenz hingewiesen und das erste Lehrschreiben von Papst Leo XIV. zu dem Thema gewürdigt. Laut Papst Leo XIV. ist die katholische Kirche dazu berufen, die Würde der Menschen zu schützen. "Während die neuen wirtschaftlichen und technologischen Netzwerke Ausgrenzung, Isolation und Abhängigkeiten hervorrufen können, ist die von der Eucharistie genährte Kirche aufgerufen, einen anderen Maßstab sichtbar zu machen", so das Kirchenoberhaupt am Donnerstag auf X. Sie solle Bindungen bewahren, den Unsichtbaren wieder eine Stimme geben und die Entwicklungen auf die Würde der Menschen ausrichten.

Neue Technologien seien immer eine Möglichkeit, sagte der Münchner Kardinal Reinhard Marx vor mehr als 10.000 Menschen auf dem Marienplatz. "Das bedeutet aber: Wir Menschen müssen entscheiden!" Das gehe nur in einer offenen, freien Gesellschaft.

Demokratisch müssten Regeln gefunden werden, wie KI den Menschen dienen könne. "Der Mensch ist nicht nur eine Datenbasis, die optimiert wird", betonte der Kardinal. KI könne in einzelnen Bereichen intelligenter sein als der Mensch, aber sie selbst sei keiner. Sie könne auch nicht von sich aus zwischen Gut und Böse unterscheiden. "Der Papst ist da sehr deutlich", so Marx.

"Technik ist und bleibt herzlos"

Der Würzburger Bischof Franz Jung sagte, der Wert einer Zivilisation bemesse sich an der Fürsorge, die sie zu leisten vermöge. "Technik ist und bleibt herzlos, was aber die Welt rettet, ist ein mitfühlendes, empfindsames Herz, das Herz Jesu." Alle seien aufgerufen, einen anderen Maßstab in dieser Welt sichtbar zu machen, der die Bindungen bewahre, den unsichtbaren Armen Gesicht und Stimme gebe und die Entwicklung der Menschenwürde aller fördere.

Der Passauer Bischof Stefan Oster sagte, besonders berührt habe ihn die Aussage des Papstes, dass die Größe der Menschheit in ihrer Begrenztheit bestehe. Mit Krankheit und Sterblichkeit habe sie durchaus ihre negativen Seiten. Positiv sei zu sehen, dass die Menschen aus diesem Grund einander brauchten. "Wir brauchen die kleinen Gemeinschaften von Familie und Freundschaft, um Liebe zu lernen, Vertrauen aufzubauen und Vergebung einzuüben." Das könne keine KI.

Mit 600 Kilo schwerem Kreuz unterwegs

Der Bamberger Erzbischof Herwig Gössl rief dazu auf, Fronleichnam als Anstoß für einen bewussteren Glauben zu verstehen. Wer mit Gott durchs Leben gehe, könne "den Ängsten und den Angstmachern heute und in Zukunft widerstehen". Nach dem Gottesdienst im Dom formierte sich eine Prozession, bei der 18 Männer das rund 600 Kilogramm schwere Domkreuz mittrugen. In den Zug durch die Altstadt reihten sich auch Ratsmitglieder, Honoratioren, Innungen und Vereine, die das Erbe der Zünfte pflegen, ein.

Der Augsburger Bischof Bertram Meier sagte, Fronleichnam sei mehr als Folklore und keine Militärparade, sondern eine Glaubensdemonstration. Ein Rückzug ins Private sei weder für den einzelnen Katholiken noch für die Kirche als Ganze eine Option. "Die Gesellschaft von heute - die Menschen mitten in ihren Ängsten um Krieg, Inflation und Rezession - braucht die Stimme der Kirchen. Die Politik allein schafft es nicht, die Krisen zu lösen."

In Mainz rief Bischof Peter Kohlgraf dazu auf, den Glauben öffentlich zu zeigen und sich für gesellschaftlichen Zusammenhalt einzusetzen. Christen sollten sich nicht verstecken, sondern den Wert des Glaubens und einer glaubenden Gemeinschaft bekennen. Die traditionelle Fronleichnamsprozession sei keine politische Demonstration - Christen seien jedoch aufgerufen, sich für Frieden, Menschlichkeit und Gemeinschaft einzusetzen. Niemand dürfe ihnen das offene Wort zu aktuellen gesellschaftlichen Themen verbieten.

Fronleichnam

Am "Hochfest des Leibes und Blutes Christi" bekunden Katholiken öffentlich ihren Glauben an die bleibende Gegenwart Jesu Christi. Dazu ziehen sie in Prozessionen durch mit Fahnen und Blumen geschmückte Straßen. In einem kostbaren Gefäß führen sie dabei eine geweihte Hostie mit sich.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen