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Papst mit Mutter zweier kleiner Kinder in Caritas-Zentrum in Madrid
Papst in Spanien
Bild Copyright: © EFE / JJ Guillen

Papst besucht Caritas-Zentrum für Obdachlose in Madrid

06.06.2026 23:42
Spanien/Papst/Hilfsorganisation/Obdachlosigkeit/Soziales/Kirche
Leo XIV. trifft Menschen in prekären Lebenslagen - Caritas Madrid begleitet jährlich rund 90.000 Hilfesuchende in Pfarren und sozialen Einrichtungen
Madrid, 06.06.2026 (KAP) Vor der großen Jugendvigil hat Papst Leo XIV. am Samstag das Sozialzentrum CEDIA im Madrider Stadtteil Carabanchel besucht. Die von der Caritas der Erzdiözese Madrid betriebene Einrichtung begleitet Menschen ohne festen Wohnsitz sowie Personen in besonders schwierigen sozialen Situationen. Der Besuch war die erste Begegnung des Papstes mit Hilfsbedürftigen während seiner Spanienreise.

Empfangen wurde Leo XIV. vom Madrider Erzbischof Kardinal José Cobo. Dieser bezeichnete Madrid als eine "Stadt der Begegnung und der offenen Türen" und verwies auf das umfangreiche soziale Engagement der Kirche in der spanischen Hauptstadt. Nach Angaben der Erzdiözese unterstützte die Caritas Madrid im vergangenen Jahr rund 90.000 Menschen in Pfarren und mehr als 400 sozialen Projekten. Ordensgemeinschaften tragen darüber hinaus weitere rund 300 Hilfsinitiativen.

Der Direktor des Zentrums, Luis Hernández Vozmediano, stellte dem Papst die Arbeit von CEDIA vor. Jährlich werden dort mehr als 2.500 Menschen begleitet. Viele von ihnen seien von Obdachlosigkeit betroffen, verfügten über keine gesicherten Aufenthaltspapiere oder litten unter psychischen Erkrankungen, Suchterkrankungen oder sozialer Isolation. Die Einrichtung sei rund um die Uhr geöffnet und wolle niemanden abweisen, betonte Hernández. Im Mittelpunkt stünden Aufnahme, Begleitung und die Anerkennung der Würde jedes Menschen.

Im Innenhof des Zentrums hörte der Papst anschließend die Lebensgeschichten mehrerer Betroffener. Eine aus Kuba stammende Juristin berichtete von ihrer Ankunft in Spanien während einer schwierigen Schwangerschaft und von der Unterstützung, die sie in einer kirchlichen Einrichtung erhalten habe. Ein junger Mann aus Senegal schilderte seinen Weg von der Migration während der Corona-Pandemie bis zu seiner heutigen Tätigkeit in der Begleitung anderer Migranten. Auch eine Ehrenamtliche der Sozialpastoral sprach über den Einsatz zahlreicher Freiwilliger für Menschen in prekären Lebenslagen.

Zum Abschluss des Treffens erhielt Leo XIV. mehrere symbolische Geschenke, darunter ein Band mit den Namen zweier Kinder, eine Nachbildung einer Aufenthaltskarte sowie ein Paar Sandalen als Zeichen des gemeinsamen Weges mit benachteiligten Menschen. Musikalisch beendet wurde die Begegnung durch einen Auftritt der Flamenco-Sängerin Niña Pastori.
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