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Salesianer-Schwestern sind die heimlichen Stars der NBA-Finals

07.06.2026 12:50
USA/Sport/Glaube/Basketball/Orden
In den USA kämpfen die New York Knicks und die San Antonio Spurs in diesen Tagen in den Endspielen um die Basketball-Meisterschaft. Die Texaner können dabei auf besondere Unterstützung zählen - Korrespondentenbericht von Tobias Käufer (KNA)
Washington, 07.06.2026 (KAP/KNA) Die beeindruckenden 2,26 Meter Körpergröße von Superstar Victor Wembanyama beugen sich nach unten. Ein paar Sekunden betet er - gemeinsam mit den Salesianer-Schwestern auf der Tribüne. Die Szene direkt vor einem der Endspiele um die NBA-Meisterschaft zwischen den San Antonio Spurs und den New York Knicks findet rasend Verbreitung. Innerhalb von zwei Tagen kommentieren mehr als 3.200 Fans die Video-Bilder in den sozialen Netzwerken, eine Viertelmillion Menschen schauen sie sich an.

Auch die US-Medien nehmen die enge Verbindung der katholischen Ordensgemeinschaft mit den NBA-Stars aus Texas wahr. Der TV-Sender ABC kommentiert: "Die als 'Spurs Nuns' bekannten Superfans wollen göttliche Hilfe in die NBA-Finals bringen."

Lieben, was Jugendliche lieben

Prominente wie Jack Nicholson unterstützen die Los Angeles Lakers, Ben Stiller die New York Knicks. Bei den Spurs aber gelten die Ordensschwestern der Salesianer Don Boscos als die Stars unter den Fans. Seit gut 20 Jahren gibt es diese besondere Beziehung zwischen den "Spurs-Nuns" und dem Team aus der texanischen Metropole.

"Wir dienen den Armen und den Jugendlichen", wird Schwester Bernadette Mota, die Leiterin der Abteilung für Missionsförderung der Salesianerinnen bei ABC zitiert. "Und um die Jugendlichen dort abzuholen, wo sie stehen, muss man lieben, was sie lieben, und dann werden sie lieben, wen man liebt. Wir haben also diese Verbundenheit mit den Spurs, weil sie uns eine Möglichkeit bietet, unsere Mission bei den jungen Menschen, denen wir dienen, zu erfüllen."

Arbeit für Jugend zählt für die Schwestern

Während die amerikanischen Medien am Wochenende voll von Berichten über die basketballverrückten Nonnen sind, begrüßt Ordensschwester Sydney Moss den viralen Hype gegenüber der lokalen TV-Station KSAT ausdrücklich: "Wir sind sehr gesegnet und fühlen uns geehrt, dass nun mehr Menschen die Salesianerinnen kennen. Und dass wir nicht nur die Spurs-Nonnen sind, sondern dass wir mit jungen Menschen arbeiten", sagt Moss. "Das ist unsere gesamte Mission: junge Menschen näher zu Christus zu führen."

Die Rolle des Glücksbringers lehnen sie ab, "aber wir genießen es einfach, mit den Menschen in San Antonio und den Spurs vereint zu sein", sagt Moss. Bereits in einem der Halbfinalspiele gegen Oklahoma beteten die Schwestern kurz mit Spurs-Center Luke Kornet. "Das war total spontan", sagte Moss. "Er kam rüber, um Hallo zu sagen, und Schwester Bernadette fragte einfach: "Dürfen wir für dich beten?" Und natürlich sagte er Ja. Nichts davon war geplant; das war einfach ein Moment Gottes."

Doch weil ein Zuschauer den Moment mit der Kamera festhielt und in den sozialen Medien hochlud, ging der Clip rund. "Das ist es, was junge Menschen brauchen", sagt Schwester Cherilly Galley. "Sie brauchen den Herrn, sie brauchen den Glauben, sie brauchen Spaß - deshalb feuern wir die Spurs an, aber wir lieben das Team natürlich auch."

Sportlicher Erfolg noch für die Knicks

In der NBA-Finalserie liegen die Spurs allerdings nach zwei Spielen mit 0:2 zurück. Nun geht es zweimal nach New York in den legendären Madison Square Garden. Wer zuerst vier Spiele gewinnt, wird NBA-Champion 2026. Um das noch zu schaffen, bräuchten die Spurs jetzt ein kleines Wunder.
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