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Graz: Publikationsprojekt "Die Bibel und die Frauen" feiert Abschluss

08.06.2026 14:56
Österreich/Kirche/Bibel/Geschlecht/Frauen/Wissenschaft
Internationales Publikationsprojekt endet nach 16 Jahren und 21 Bänden mit Festakt am 10. Juni in Graz
Graz, 08.06.2026 (KAP) Mit einem Festakt am Mittwoch, 10. Juni, in Graz wird der Abschluss des internationalen Publikationsprojekts "Die Bibel und die Frauen" gefeiert. Das 2010 gestartete, 21 Bände umfassende Forschungs- und Publikationsprojekt zählt zu den bedeutendsten Vorhaben der theologischen Frauen- und Geschlechterforschung der vergangenen Jahrzehnte. Es rekonstruiert erstmals systematisch die Rezeptionsgeschichte der Bibel aus der Perspektive von Frauen - von den Anfängen im Judentum bis in die Gegenwart. Insgesamt haben über 300 Forschende aus mehr als 30 Ländern daran mitgewirkt, teilte die Universität Graz am Dienstag mit. Damit leiste das Projekt einen "grundlegenden Beitrag zur Neubewertung der Bibel im Horizont von Geschlechtergerechtigkeit und gesellschaftlicher Gegenwart".

Eröffnet wird das Festprogramm am Mittwoch u. a. vom Grazer Neutestamentler Prof. Josef Pichler, der Dekanin der Katholisch-Theologischen Fakultät, Katharina Pyschny, sowie der Sprecherin des Fakultätsforschungsschwerpunktes, Martina Bär. Inhaltliche Einblicke in die 21 Bände werden anschließend die Herausgeberinnen Irmtraud Fischer (Graz), Mercedes Navarro-Puerto (Madrid), Charlotte Methuen (Glasgow) sowie Adriana Valerio (Napoli) geben. Weitere Aspekte des über 16 Jahre laufenden Projekts beleuchten im Anschluss Michaela Sohn-Kronthaler, Andrea Taschl-Erber, Edith Petschnigg und Patrick Marko. Den Abschluss bildet am Abend eine Podiumsdiskussion u. a. mit Studierenden und Projektbeteiligten unter dem Titel "Was bedeutet die erste Rezeptionsgeschichte mit Fokus auf Frauen für die junge Generation?"

Das der Publikationsreihe zugrunde liegende Forschungsprojekt ist interdisziplinär ausgelegt und international besetzt. Es verbindet Forschende aus verschiedensten Disziplinen in dem Anliegen, die Bibel nicht nur religionsgeschichtlich, sondern zugleich kulturgeschichtlich, gesellschaftspolitisch und theologiegeschichtlich zu lesen und zu interpretieren und dabei geschlechtsspezifische Fragen in den Vordergrund zu stellen.

Die gesamte, im Kohlhammer-Verlag erscheinende Reihe "Die Bibel und die Frauen: Eine exegetisch-kulturgeschichtliche Enzyklopädie" wird herausgegeben von Irmtraud Fischer (Graz), Mercedes Navarro (Madrid), Adriana Valerio (Napoli) und Charlotte Methuen (Glasgow). Zuletzt ist im vergangenen Jahr der Band "Feministische Bibelwissenschaft im 21. Jahrhundert" erschienen. (Infos: https://www.bibleandwomen.org)
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