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Vorstand der Evangelischen Allianz Österreich, links im Bild Vorsitzende Andrea Sturm-Lauter
Bild Copyright: © Evangelische Allianz

Neue Vorstandsspitze bei Evangelischer Allianz Österreich

08.06.2026 11:42
Österreich/Ökumene/Evangelische/Personal
Andrea Sturm-Lauter folgt auf Hans Widmanna als Vorsitzende - Neuer Ehrenkodex für 130 Mitgliederorganisationen betont Zusammenarbeit und gemeinsame Werte
Wien, 08.06.2026 (KAP) Die Evangelische Allianz Österreich (EAÖ) hat einen Wechsel an der Spitze vollzogen und Andrea Sturm-Lauter zur neuen Vorsitzenden gewählt. Zudem verabschiedete die Allianz einen überarbeiteten Ehrenkodex. Beide Entscheidungen sollen wichtige Impulse für die künftige Zusammenarbeit von Christen, Gemeinden und Werken in Österreich setzen, teilte die EAÖ am Montag mit. Die Wahl Sturm-Lauters hatte bereits Ende Mai bei der Ratsversammlung in Wels stattgefunden.

Die 48-jährige neue Vorsitzende arbeitet bei der Bürgerinitiative "Fairändern". Sie ist in den Bereichen Musik, Pädagogik, Theologie und Psychosoziale Beratung ausgebildet, lebt in Waidhofen an der Thaya und gehört einer Gemeinde des Bundes evangelikaler Gemeinden an. EAÖ-Generalsekretär Oliver Stozek würdigte Sturm-Lauter als strategisch denkende und national wie international gut vernetzte Persönlichkeit mit geistlicher Tiefe. Sie folgt auf Hans Widmann, Leiter des Bibellesebundes, der die Funktion elf Jahre lang innehatte.

Ein weiterer Schwerpunkt der Ratsversammlung war die Verabschiedung eines überarbeiteten Ehrenkodex. Dieser soll eine geistlich geprägte Kultur der Zusammenarbeit fördern und auf Vertrauen, Transparenz, Wahrhaftigkeit und Verantwortung aufbauen. Während die bisherige Fassung stärker regelorientiert gewesen sei, setze der neue Kodex bewusst auf Beziehungen und gemeinsame Werte, hieß es. Festgelegt sei dabei Grundlegendes sowohl zu organisatorischen Abläufen als auch zum Selbstverständnis der Zusammenarbeit.

Der Ehrenkodex entwickelt frühere Leitlinien weiter. Inhaltlich legt er dabei den Schwerpunkt auf Prinzipien des Umgangs miteinander sowie auf verbindliche Standards wie gegenseitiger Respekt, transparente Kommunikation, verantwortliche Leitung und der konstruktive Umgang mit theologischen Unterschieden. Ergänzend werden Regelungen für gemeinsame Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit, digitale Kommunikation, Finanzgebarung und Schutzkonzepte festgehalten, mit dem Ziel, Verlässlichkeit und Zusammenarbeit abzusichern.

Die Evangelische Allianz Österreich versteht sich als geistliche Bewegung, die Christen unterschiedlicher Traditionen auf Basis einer gemeinsamen Glaubensgrundlage verbindet, heißt es im neuen Kodex. Rund 130 Organisationen arbeiten in der Allianz zusammen. Dazu zählen die Freikirchen in Österreich, Werke wie Operation Mobilisation, Open Doors, das Weiße Kreuz und Wycliffe sowie auch Partner aus der evangelischen und der römisch-katholischen Kirche. (Infos: www.evangelischeallianz.at)
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