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Vom IS zerstörtes Kloster im Nordirak wiederaufgebaut

09.06.2026 10:43
Irak/Kirche/Terrorismus
Symbolträchtige Feierstunde im syrisch-katholischen Mar Behnam-Kloster - Christen kämpfen um ihre Präsenz im Irak
Bagdad/Wien, 09.06.2026 (KAP) In der nordirakischen Ninive-Ebene fand dieser Tage eine symbolträchtige Feier statt. Der örtliche syrisch-katholische Bischof Mar Benedictus Younan Hanno hat ein frisch restauriertes Wandrelief des Mar-Behnam-Klosters geweiht. Das Kloster war 2014 von der Terrormiliz IS eingenommen und teilweise zerstört worden. Nach der Rückeroberung der Region wurde es ab 2017 wieder aufgebaut. Über die Feierlichkeiten berichtete unter anderem das Infoportal "SyriacPress", wie der Pro-Oriente-Informationsdienst (Dienstag) meldet.

Das Kloster in der Nähe der Stadt Karakosch ist ein bedeutendes kirchliches Zentrum, das Grabmal des Heiligen Behnam wurde über die Jahrhunderte auch von Muslimen gerne aufgesucht. Die IS-Terroristen zerstörten das Grabmal und verwüsteten die Klosterkirche, darunter auch das besagte Gemälde. Das symbolträchtige Relief zeigt den Heiligen und seine Schwester Sarah, zwei Märtyrer, die in den Orient-Kirchen verehrt werden.

100.000 Christen geflohen

In einem Kraftakt haben die örtlichen Kirchen und ausländische Partner Kloster, Kirche und Grabmal wieder hergestellt. Schon 2018 konnten die ersten Liturgien gefeiert werden. Bis zuletzt wurden aber noch Arbeiten durchgeführt. Das neu geweihte Relief sei ein weiterer Meilenstein im Restaurierungsprozess und eine sichtbare Bestätigung der anhaltenden Präsenz von Christinnen und Christen in der Region, die schon seit Jahrzehnten Verfolgung, Gewalt und Vertreibung trotzten, hieß es auf "SyriacPress".

Als der IS im Jahr 2014 die nordirakische Ninive-Ebene überrannte, mussten die rund 100.000 Christinnen und Christen aus der Region fliehen, um ihr Leben zu retten. Beobachter schätzen, dass bislang im besten Fall die Hälfte in ihre alte Heimat zurückgekehrt ist.
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