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Erschossener Bischof in Mosambik wird am Samstag beigesetzt

09.06.2026 14:50
Mosambik/Kriminalität/Kirche
Täter bisher nicht gefasst
Maputo/Quelimane, 09.06.2026 (KAP) Der am Wochenende in seinem Bischofshaus in Mosambik erschossene Bischof Osorio Citora Afonso wird am kommenden Samstag beigesetzt. Das hat die katholische Bischofskonferenz in dem südostafrikanischen Land am Dienstag mitgeteilt. Ausdrücklich mahnten die Bischöfe in ihrer Erklärung die Behörden, alles zu unternehmen, um das Verbrechen aufzuklären und die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Die Gewährleistung der öffentlichen und privaten Sicherheit sei eine "unabdingbare Pflicht des Staates", so die Bischöfe laut Nachrichtendienst Ecclesia.

Die Trauerfeierlichkeiten für Afonso beginnen demnach am Freitag in der Kathedrale seiner Bischofsstadt Quelimane unter dem Vorsitz des päpstlichen Gesandten in Mosambik, Nuntius Luis Miguel Munoz. Anschließend wird der Leichnam von Bischof Afonso in die Stadt Nampula überführt. Dort findet am Samstag das von Erzbischof Inacio Saure von Nampula geleitete Requiem statt. Die Beisetzung erfolgt im Anschluss auf dem Priesterfriedhof der Erzdiözese Nampula.

Afonso war am 6. Juni erschossen im Bischofshaus von Quelimane aufgefunden worden. Die bisher unbekannten Täter drangen laut Polizeiermittlern in das Gebäude ein und erschossen den 54-jährigen Diözesanbischof aus nächster Nähe mit einem Sturmgewehr. Afonso war bis zu seinem Tod auch Apostolischer Administrator der Erzdiözese Beira und Generalsekretär der Bischofskonferenz.

Papst Leo XIV. erfuhr am Samstag auf dem Flug nach Madrid vom Tod Afonsos und reagierte mit Trauer und Bestürzung. Der Rat der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) verurteilte die Tat als "barbarisches Verbrechen" und Angriff auf das Leben, die Menschenwürde, den Frieden, die Gerechtigkeit und die Religionsfreiheit. Die staatlichen Behörden müssten die Täter identifizieren und strafrechtlich verfolgen, forderte auch SECAM mit Nachdruck. Die afrikanischen Bischöfe mahnten zudem verstärkte Schutzmaßnahmen für religiöse Führer und Gotteshäuser an.
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