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Kinder zeigen 'Rote Karte gegen Kinderarbeit'
Bild Copyright: © Dreikönigsaktion

Rote Karte gegen Kinderarbeit zum Start der WM

10.06.2026 09:42
Österreich/Menschenrechte/Fußball/Kinderarbeit/Hilfsorganisation
Dreikönigsaktion und weitere Hilfswerke fordern in gemeinsamer Initiative Beitritt Österreichs zur Allianz 8.7 - Aktion und Videoserie als Zeichen gegen weltweite Kinderarbeit
Wien, 10.06.2026 (KAP) Rund um den Internationalen Tag gegen Kinderarbeit hat die Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar als Teil der Initiative "Kinderarbeit stoppen" mit der Aktion "Rote Karte gegen Kinderarbeit" ein öffentliches Zeichen gegen ausbeuterische Kinderarbeit gesetzt. Anlass ist auch der Start der Fußball-Weltmeisterschaft, mit dem die Kampagne bewusst Aufmerksamkeit für globale Kinderrechtsverletzungen schaffen will.

Weltweit müssen laut aktuellen Schätzungen weiterhin rund 138 Millionen Kinder arbeiten - häufig unter gefährlichen Bedingungen in Landwirtschaft, Minen, Fabriken oder im informellen Sektor. Damit bleibt Kinderarbeit eine der gravierendsten Verletzungen von Kinderrechten weltweit. Trotz internationaler Verpflichtungen im Rahmen des Nachhaltigkeitsziels SDG 8.7, das die vollständige Abschaffung von Kinderarbeit bis 2025 vorsah, wurde dieses Ziel deutlich verfehlt.

Die Initiative "Kinderarbeit stoppen" fordert daher die österreichische Bundesregierung auf, der internationalen Allianz 8.7 beizutreten. In diesem Zusammenschluss von Staaten werden gemeinsame Strategien gegen Kinderarbeit, Zwangsarbeit und Menschenhandel entwickelt und umgesetzt. Länder wie Deutschland, die Niederlande und Frankreich gelten dabei als sogenannte "Pathfinder Countries" und übernehmen eine Vorreiterrolle.

Foul an Kindern

Im Zentrum der Kampagne steht eine symbolische Aktion: Kinder, Jugendliche und Erwachsene zeigen der Kinderarbeit "die Rote Karte", fotografieren sich damit und verbreiten die Bilder in sozialen Medien. "Kinderarbeit ist ein Foul an den Rechten von Kindern. Jedes Kind hat das Recht auf Bildung, Freizeit und Schutz vor Ausbeutung", erklärte Sigrid Kickingereder, Geschäftsführerin der Katholischen Jungschar und der Dreikönigsaktion. Österreich solle Verantwortung übernehmen und sich der Allianz anschließen.

Ergänzend wurde die Videoserie "Kinderstimmen gegen Kinderarbeit" vorgestellt, in der rund 50 Kinder und Jugendliche aus Österreich sowie Ländern des Globalen Südens zu Wort kommen. Die Aussagen zeigen eine breite internationale Übereinstimmung: Kinder wollen lernen, spielen und ihre Zukunft gestalten, statt arbeiten zu müssen. "Lasst die Kinder Kinder sein!", heißt es etwa von einem Jugendlichen aus Kenia, während eine Teilnehmerin aus Indien das Recht auf eine "glückliche Kindheit" betont.

E-Mails an Minister

Begleitet wird die Kampagne von einer österreichweiten E-Mail-Aktion, mit der Bürgerinnen und Bürger Regierungsmitglieder direkt zum Handeln auffordern und den Beitritt zur Allianz 8.7 unterstützen können. Ziel der Initiative ist es, den politischen Druck für konkrete Maßnahmen gegen Kinderarbeit zu erhöhen und internationale Kooperation zu stärken.

Die Initiative "Kinderarbeit stoppen" ist ein Bündnis aus Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, Jugend Eine Welt, FAIRTRADE Österreich, Kindernothilfe Österreich und solidar Austria, das gemeinsam mit Partnerorganisationen im Globalen Süden gegen ausbeuterische Kinderarbeit arbeitet und sich für Bildung und Kinderrechte einsetzt. (Infos: www.kinderarbeitstoppen.at)
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Aktivistin signalisiert 'Kinderarbeit stoppen'
Aktivistin signalisiert "Kinderarbeit stoppen"
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