Plattform für Dialog und Vernetzung zwischen Organisationen und Fördergebern
Wien, 10.06.2026 (KAP) Österreichische Philanthropinnen und Philanthropen und rund 20 gemeinnützige Organisationen und Verbände haben sich zur "Initiative Philanthropie" zusammengeschlossen. Am Dienstag fiel der Startschuss der Initiative unter dem Motto "PHIL GELD. PHIL GUTES", an der sich etwa Caritas Österreich, Jugend Eine Welt, Diakonie Österreich, Licht für die Welt und das Österreichische Rote Kreuz beteiligen. Ziel sei, eine Plattform für Dialog und Vernetzung zwischen Organisationen und Fördergebern zu schaffen, erklärte Andreas Anker vom federführenden Fundraising Verband Austria. In den kommenden Monaten und Jahren soll es etwa Kamingespräche und Veranstaltungen geben, die mehr Vermögende animieren sollen, in die Projekte der Organisationen zu investieren.
Ob Armutsbekämpfung, Klima- und Umweltschutz oder die Förderung von Bildung und Forschung: Neben den unverzichtbaren kleinen und mittleren Spenden aus der Bevölkerung würden größere philanthropische Beiträge zunehmend an Bedeutung im österreichischen Spendengefüge gewinnen, hieß es seitens dem Fundraising Verband Austria, der zusammen mit dem Verband für gemeinnütziges Stiften den Anstoß zum Projekt gab.
Das zeigten auch Zahlen: In puncto Beteiligung der breiten Bevölkerung am Spenden zählt Österreich zu den führenden Spendennationen der Welt: 79 Prozent der Menschen im Land haben im Vorjahr für gemeinnützige Zwecke gegeben. Damit haben sie wesentlichen Anteil am Spendenaufkommen von insgesamt 1,07 Mrd. Euro. Der Großteil stammt aus vielen kleinen und mittleren Beiträgen: Fast 81 Prozent der steuerlich abgesetzten Spenden liegen unter 200 Euro. Parallel dazu gewinnt philanthropisches Engagement vermögender Menschen zunehmend an Relevanz.
"Wir sind überzeugt, dass es in Österreich neben uns bekannten Philanthropinnen und Philanthropen sowie Großspenderinnen und Großspendern zahlreiche 'Hidden Champions' der Philanthropie gibt, die bereit sind, künftig Verantwortung für zivilgesellschaftliche Anliegen zu übernehmen", erklärte Reinhard Heiserer, Geschäftsführer der österreichischen Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt. Mit der Kampagne 'PHIL GELD. PHIL GUTES.' wolle sich die Organisation an all jene wenden, die Unterstützungen für Kinder und Jugendliche in Risikosituationen, für Bildung- und Ausbildungsangebote und für Sozial- und Nothilfeaktivitäten in Ländern des Globalen Südens leisten wollen. (Infos: www.stiftung-oesterreich.at)