Widerspruch durch Leo XIV. gegen Idee einer Verbringung von Migranten in deren Heimatländer, die in populistischen und rechten Parteien derzeit Wahlkampfschlager ist
Castel Gandolfo, 17.06.2026 (KAP) Papst Leo XIV. hat sich gegen eine sogenannte Remigration von Zuwanderern ausgesprochen. Dies sei "keine christliche Antwort", sagte er am Dienstagabend vor Journalisten in Castel Gandolfo. "Zu sagen, diesen Migranten schicken wir wieder nach Hause, ist so, als ob wir das Problem einfach vom Hals haben wollen", so der Papst über das Konzept, das von verschiedenen rechtspopulistischen Parteien Europas wie der AfD, aber auch von anderen rechten politischen Kräften verfochten wird.
Die Forderung nach "Remigration" hatte in Italien unlängst die vom ehemaligen General Roberto Vanacci neu gegründete Partei "Futuro Nazionale" zu einer ihrer Kernforderungen erklärt. Damit versucht sich die rechte Splitterpartei gegenüber der regierenden Mitte-Rechts-Koalition unter Ministerpräsidentin Giorgia Meloni als radikale Alternative zu profilieren.