Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:

Spaniens Kirche zieht positive Bilanz nach Papstbesuch

17.06.2026 10:48
Spanien/Papst/Kirche/Religion/Gesellschaft/Wirtschaft
Organisatoren sprechen von "historischer Reise" mit 2,5 Millionen Teilnehmern, breiter Unterstützung von Staat und Gesellschaft sowie "nicht messbarem" geistlichen Ertrag
Madrid, 17.06.2026 (KAP) Die katholische Kirche in Spanien hat eine durchweg positive Bilanz des Besuchs von Papst Leo XIV. gezogen. Bei einer Pressekonferenz in Madrid am Dienstag würdigte die Bischofskonferenz des Landes die sechstägige Reise als geistlichen, gesellschaftlichen und organisatorischen Erfolg. Ihr Vorsitzender, Erzbischof Luis Argüello, sagte, die Erwartungen seien "übertroffen" worden. Im Mittelpunkt der Reise habe die Verkündigung des Evangeliums gestanden. "Das Herz dieser Reise war es, die Evangelisierung der Kirche in Aktion zu sehen", erklärte der Erzbischof von Valladolid. Das Wort Gottes sei verkündet, die Liturgie gefeiert und die karitative Sendung der Kirche sichtbar geworden.

Nach Angaben der Organisatoren nahmen insgesamt rund 2,5 Millionen Menschen an Veranstaltungen in Madrid, Barcelona, den Kanarischen Inseln und weiteren Stationen teil. Die von 6. bis 12. Juni dauernde Reise führte den Papst in fünf spanische Diözesen. Mehr als 5.800 Journalisten waren akkreditiert.

Beeindruckende Organisation

Der nationale Koordinator der Reise, Yago de la Cierva, hob die Zusammenarbeit zwischen Kirche, staatlichen Stellen und zivilgesellschaftlichen Akteuren hervor. Die vatikanische Delegation sei von der Professionalität der Organisation beeindruckt gewesen. Besonders dankte er den Ministerien für Inneres, Verteidigung, Präsidentschaft und Äußeres sowie den Sicherheitskräften. Das "Klima der Zusammenarbeit" sei außerordentlich konstruktiv gewesen.

Auch wirtschaftlich habe die Reise deutliche Spuren hinterlassen. Fernando Giménez Barriocanal, einer der Hauptorganisatoren, bezifferte die Kosten vorläufig auf rund 26 Millionen Euro. Gleichzeitig werde der wirtschaftliche Gesamteffekt auf mehr als 150 Millionen Euro geschätzt. Allein die Region Madrid rechne mit einem Mehrwert von rund 120 Millionen Euro. Der eigentliche Ertrag lasse sich jedoch nicht in Zahlen ausdrücken, betonte Giménez. Für die gesellschaftlichen und geistlichen Impulse des Papstbesuchs gebe es "keine Messgröße".

Pannen und vereitelter Protest

Trotz einzelner Zwischenfälle bewerteten die Verantwortlichen die Reise als nahezu reibungslos. Argüello bestätigte Berichte über eine vereitelte Protestaktion von Teilnehmern eines Chores während der Feierlichkeiten an der Sagrada Família in Barcelona. Sicherheitskräfte hätten diskret eingegriffen, ohne den Ablauf der Veranstaltung zu beeinträchtigen. Auch die technische Panne am Papstflugzeug auf Teneriffa, die die Rückreise nach Rom verzögerte, habe die Gesamtbilanz nicht getrübt.

Bereits während der Reise hatte Yago de la Cierva von einem außergewöhnlichen öffentlichen Echo gesprochen. Gegenüber dem spanischen Fernsehen RTVE lobte er insbesondere den "Bürgersinn der Spanier". Trotz langer Fahrten des Papstes durch die Innenstädte seien Absperrungen und Sicherheitsvorgaben respektiert worden. Die Zusammenarbeit der Bevölkerung habe wesentlich zum Gelingen beigetragen.

Stilprägende Reise für Leo XIV.

De la Cierva zeigte sich zudem überzeugt, dass die Reise für das noch junge Pontifikat prägend gewesen sei. "Wir haben erlebt, wie er auf dieser Reise Papst geworden ist", sagte er. Leo XIV. habe seinen eigenen Stil entwickelt und viele Entscheidungen persönlich getroffen. Der Organisator äußerte die Hoffnung, dass es nicht die letzte Spanienreise des Pontifex gewesen sei. Diesbezügliche Andeutungen habe der Papst selbst gemacht.

Auch seitens des Vatikans wurde die Spanienreise als Erfolg dargestellt. Leo XIV. selbst dankte am vergangenen Sonntag beim Angelus-Gebet in Rom für die Gastfreundschaft des Landes, während Vatican News ein kurzes Video präsentierte, in dem auf prägende Momente der Reise zurückgeblickt wird (Link: https://www.youtube.com/watch?v=bhyP3Hp3QFM).

Standortsuche für Papst-Kreuz

In Madrid wird derzeit über einen dauerhaften Standort für das rund 20 Meter hohe Kreuz beraten, das im Rahmen der Jugendvigil mit Papst Leo XIV. auf der Plaza de Lima errichtet worden war. Bürgermeister José Luis Martínez-Almeida bezeichnete das von der Erzdiözese überlassene Kreuz als "besonderes Geschenk" und sprach sich dafür aus, es als sichtbares Zeichen im Stadtbild zu erhalten. Sollte der ursprüngliche Standort aus technischen Gründen nicht geeignet sein, werde ein alternativer Platz gesucht, der dem Symbolcharakter der Installation gerecht werde.

Das Kreuz war während des Papstbesuchs Teil der großen Gebetsvigil mit mehreren hunderttausend Teilnehmern nahe dem Santiago-Bernabéu-Stadion. Nach Angaben der Stadt soll es als dauerhaftes Erinnerungszeichen an die Feierlichkeiten sowie als Ausdruck der "christlichen Wurzeln Madrids" dienen. Parallel dazu wurden bereits Initiativen und eine Unterschriftensammlung aus der Zivilgesellschaft gestartet, die den Erhalt unterstützen. Auch innerhalb der Stadtverwaltung wird geprüft, wie weitere Erinnerungsorte an frühere Papstbesuche in das Stadtbild integriert werden können.

Madrid, Barcelona und Kanarische Inseln

Der Papstbesuch in Spanien umfasste ein dichtes Programm unter anderem in Madrid, Barcelona und auf den Kanarischen Inseln, wo Leo XIV. sowohl politische als auch pastorale Termine wahrnahm. Besonders im Fokus standen die Begegnung mit dem spanischen Parlament im Abgeordnetenkongress, die große öffentliche Messe im Santiago-Bernabéu-Stadion sowie die feierliche Einweihung der Christus-Turmspitze der Sagrada Família in Barcelona. Höhepunkte waren auch Treffen mit Jugendlichen, Vertretern der Zivilgesellschaft und kirchlichen Akteuren.

(Gesamte Kathpress-Berichterstattung zur Papstreise unter: www.kathpress.at/Papst-Leo-in-Spanien)
zurück
Meldungen
Papst dankt Spaniern und ihrem König für die Gastfreundschaft
Angelusgebet
14.06.2026 12:39
Leo XIV. blickt bei Angelusgebet am Sonntag auf seine siebentägige Spanienreise zurück - Gebet für die Erdbebenopfer auf den Philippinen und Aufruf zu mehr Nächstenliebe
Missliches Ende der Papstreise nach Spanien
12.06.2026 22:13
Leo XIV. fliegt wegen Technikdefekts mit Königsmaschine zurück - Von Kathpress-Korrespondentin Sabine Kleyboldt
Leo XIV. setzte in Spanien starke politische Akzente
12.06.2026 16:37
Schöne Bilder, klare Worte: Papst zwischen Sagrada Familia und Migranten - Von Kathpress-Korrespondentin Sabine Kleyboldt
Papst zwischen Sagrada Familia und Migranten
Papstreise
12.06.2026 15:50
Leo XIV. besuchte von 6. bis 12. Juni Spanien - Madrid, Barcelona und Kanarische Inseln als Stationen

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen