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USA geben über eine Milliarde Dollar für humanitäre Hilfe

17.06.2026 12:11
USA/Regierung/Hilfsorganisation/Entwicklungshilfe/UNO
Welternährungsprogramms lobt gutes Investment: Wenn humanitäre Krisen Gesellschaften destabilisieren, hat das auch seinen Preis.
Rom, 17.06.2026 (KAP/KNA) Die Vereinigten Staaten haben mehr als eine Milliarde US-Dollar für das UN-Kinderhilfswerk Unicef und das Welternährungsprogramm WFP angekündigt. 218 Millionen gehen an Unicef und 800 Millionen an das WFP, wie das US-Außenministerium in Washington mitteilte. Das Welternährungsprogramm in Rom sprach am Mittwoch von einer "großzügigen Unterstützung". Sie komme zu einer Zeit, in der der Bedarf die verfügbaren Ressourcen übersteige.

Der Beitrag setze auf den bereits erheblichen US-Beiträgen an, welche die USA über gemeinsame Fonds des UN-Büros für humanitäre Hilfe (OCHA) zur Nothilfe in 21 Ländern leisteten, erklärte WFP. Nach Angaben der Organisation waren die Vereinigten Staaten im vergangenen Jahr mit 2,07 Milliarden Dollar der größte Geber, gefolgt von der EU-Kommission mit 593 Millionen Dollar und Deutschland mit 570 Millionen Dollar.

"Aufgeblähte UN-Bürokratie"

US-Präsident Donald Trump hatte seit seinem Amtsantritt im Jänner 2025 unter anderem die Auslandshilfe massiv gekürzt und die Behörde für Entwicklungszusammenarbeit USAID aufgelöst. Das US-Außenministerium erklärte am Dienstag, mit OCHA im vergangenen Dezember neu geschlossene Vereinbarungen hätten zu "historischen Reformen der aufgeblähten humanitären UN-Bürokratie" geführt und "Verschwendung, Betrug und Missbrauch beseitigt".

Laut Angaben des WFP sollen die US-Mittel Maßnahmen unterstützen, mit denen mehr als 38 Millionen Menschen in mindestens 37 Ländern erreicht werden sollen. Die Zahl der Hungernden werde in diesem Jahr steigen, besonders unter Familien in den fragilsten Regionen der Welt. Der Beitrag der USA unterstreiche die Rolle bilateraler Hilfe "in einem sich rasch wandelnden humanitären Umfeld, in dem extremer Hunger Gemeinschaften destabilisiert - was Migration, Unsicherheit, wirtschaftliche Verluste und unermessliches Leid nach sich zieht", erklärte das WFP.
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