Papst empfängt Staatspräsident seiner zweiten Heimat Peru
18.06.202615:50
Vatikan/Peru/Papst/Staatsoberhaupt/Diplomatie
José María Balcázar zur Audienz im Vatikan - In Peru spekuliert man auf einen baldigen Besuch von Leo XIV.
Vatikanstadt, 18.06.2026 (KAP) Leo XIV. hat am Donnerstag das Staatsoberhaupt seiner zweiten Heimat Peru empfangen. Nach der Papstaudienz führte Präsident José María Balcázar Zelada Gespräche mit Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem vatikanischen "Außenminister", Erzbischof Paul Richard Gallagher, wie der Vatikan anschließend mitteilte.
Dabei ging es unter anderem um die sozioökonomische Lage des südamerikanischen Landes sowie um Probleme durch illegalen Bergbau, wie es hieß. Auch wurde die regionale und internationale geopolitische Situation erörtert. Dabei lag der Schwerpunkt des Austauschs auf globalen Migrationsbewegungen, Herausforderungen durch organisierte Kriminalität sowie auf den Auswirkungen internationaler Konflikte.
Leo XIV., erster gebürtiger US-Amerikaner im Papstamt und Mitglied des Augustinerordens, verbrachte über 20 Jahre seines Lebens als Seelsorger in Peru. Aus seiner Zeit als Bischof der Diözese Chiclayo besitzt der 70-Jährige auch einen peruanischen Pass und ist mit den Gegebenheiten des südamerikanischen Landes vertraut.
Spekulationen über baldigen Peru-Besuch
Schon bei seinem ersten Auftritt als Papst am 8. Mai 2025 auf dem Balkon des Petersdoms verwies Leo XIV. auf seine persönliche Verbindung zu Peru und grüßte die Gläubigen in seiner früheren Diözese Chiclayo.
In Peru wird seit längerem auf einen baldigen Papstbesuch spekuliert. Zuletzt verdichteten sich Hinweise auf eine mögliche Lateinamerika-Reise im kommenden Herbst, die Leo XIV. neben Peru auch nach Argentinien und Uruguay führen könnte.