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Steirische Kirche (2) - 40 Prozent der Priester keine Österreicher

22.06.2026 14:21
Österreich/Kirche/Seelsorge/Soziales
Graz, 22.06.2026 (KAP) Der Diözesanrat der Diözese Graz-Seckau ist ein Gremium, das die mehr als 700.000 Katholikinnen und Katholiken in der Steiermark repräsentativ vertritt. Er berät und diskutiert über wichtige Themen und Angelegenheiten der Diözese und bereitet in seinen Beschlüssen Empfehlungen für den Diözesanbischof zur Umsetzung vor.

Die Delegierten beschäftigten sich in Seggau u.a. auch mit personellen Veränderungen in der Diözesanleitung. Ende August wird Generalvikar Erich Linhardt emeritieren. Sein Nachfolger als Generalvikar wird ab 1. September Weihbischof Johannes Freitag, der wiederum von Lukas Grangl als Diözesandirektor für Ressourcen, Steuerung und Organisation unterstützt werden wird. Beide werden das Generalvikariat mit gemeinsamer Verantwortung leiten. Linhardt wird als Bischofsvikar für Caritas weiter im Dienst der Diözese tätig sein, wie es hieß.

Ein weiteres Thema der Diözesanratssitzung war die Zusammensetzung des Klerus der Diözese: 40 Prozent der Priester in der Diözese sind demnach keine Österreicher. Je neun Prozent stammen aus Polen und Afrika, je sieben Prozent aus Rumänien und Indien, zwei Prozent aus Asien. Die fremdsprachigen Priester würden über mehrere Jahre von einem Team begleitet, damit die Integration in die Diözese gelinge, informierte P. Karl Peinhopf vom Betreuungsteam.

Zudem beleuchteten die Delegierten das weltkirchliche Engagement der Diözese. Diese hilft via Welthaus, Afro-Asiatischem-Institut, Caritas, Dreikönigsaktion, Missio und Aktionen der Katholischen Frauen- und Männerbewegungen, berichtete Welthaus-Geschäftsführer Markus Meister. Dazu kommen zwei Diözesanpartnerschaften mit Masan (Südkorea, seit 1971) und Bom Jesus da Lapa (Brasilien, seit 2018) und viele Solidaritätsinitiativen, die in der "Entwicklungspolitischen Plattform der Steiermark" gebündelt werden. Ziel sei, oft schon über Jahrzehnte bestehende "Privatprojekte" in jüngere Hände zu übergeben, so Plattform-Sprecher Peter Possert-Jaroschka.
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