Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Papst Leo XIV. überreicht Pallium
Kirche
Bild Copyright: © Vatican Media

Wiener Erzbischof Grünwidl erhält von Papst Leo XIV. das Pallium

23.06.2026 09:11
Österreich/Vatikan/Papst/Kirche/Leute/Grünwidl/Pallium
Zeichen der Metropolitenwürde wird bei Festgottesdienst im Petersdom am Fest der Apostel Petrus und Paulus am 29. Juni verliehen
Wien/Vatikanstadt, 23.06.2026 (KAP) Papst Leo XIV. wird dem neuen Wiener Erzbischof Josef Grünwidl (63) am kommenden Montag (29. Juni) bei einem Festgottesdienst im Petersdom in Rom das Pallium verleihen. Mit Grünwidl erhalten zahlreiche weitere in den vergangenen zwölf Monaten vom Papst ernannte Leiter von Kirchenprovinzen aus der Hand von Leo XIV. die schmale, mit sechs schwarzen Kreuzen bestickte weiße Wollstola als Zeichen ihrer Metropolitenwürde. Unter ihnen sind etwa der Prager Erzbischof Stanislav Pribyl (54), New Yorks Erzbischof Ronald Hicks (58) und die beiden polnischen Erzbischöfe Kardinal Grzegorz Rys (62) aus Krakau und Kardinal Konrad Krajewski (62) aus Lodz.

Erzbischof Grünwidl wird von einigen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Palliumsverleihung nach Rom begleitet. Auch Kardinal Christoph Schönborn feiert den Festgottesdienst im Petersdom mit, den die Vatikanmedien am Montag um 9.30 Uhr live übertragen. Der emeritierte Wiener Erzbischof nimmt zuvor ab Freitag auch an der vom Papst einberufenen Kardinalsversammlung im Vatikan teil.

Das Pallium, ein etwa fünf Zentimeter breites Band aus weißer Lammwolle, wird traditionell am 29. Juni zum Hochfest der Apostel und römischen Stadtpatrone Petrus und Paulus verliehen. Josef Grünwidl verbinde mit diesem Datum auch seine Priesterweihe am 29. Juni 1988 im Wiener Stephansdom durch Kardinal Franz König (1905-2004), erinnerte die Erzdiözese Wien am Dienstag in einer Aussendung.

Nur Erzbischöfe, die eine Kirchenprovinz leiten, dürfen das Pallium tragen. In Österreich sind das die Erzbischöfe von Wien und Salzburg. Die Wiener Kirchenprovinz umfasst neben der Erzdiözese Wien auch die Diözesen Linz, St. Pölten und Eisenstadt.

Hirte für die Menschen

In einem Kathpress-Interview im Mai sagte Erzbischof Grünwidl mit Blick auf die Übergabe des Palliums: "Dieses Wollband mit den schwarzen Kreuzen erinnert mich noch stärker an die Aufgabe und an das Geschenk, Hirte für die Menschen sein zu dürfen." Auch sei es ein Symbol der tiefen Verbundenheit mit dem Papst, so der seit Jänner amtierende Wiener Erzbischof.

Auch die Erzdiözese Wien erinnerte am Dienstag an die besondere Aufgabe eines Metropoliten, die durch das Pallium zum Ausdruck gebracht wird. Dieses verweise darauf, dass ein Erzbischof nicht Herrscher sein soll, sondern Hirte für die Menschen, die ihm anvertraut sind. Der jeweilige Träger sei auch "nicht Bischof über die anderen Bischöfe seiner Kirchenprovinz, wohl aber Zeichen und Garant der kirchlichen Verbindung innerhalb dieser Provinz und mit Rom".

Wolle von "Agnes-Lämmern"

Der Begriff "Pallium" stammt aus dem Lateinischen und bedeutet "Hülle". Ursprünglich bezeichnet es ein mantelähnliches Obergewand der Römer. Seit dem sechsten Jahrhundert gehörte das Pallium zur Kleiderordnung der Päpste, die es dann auch bestimmten Bischöfen als Auszeichnung verliehen. Ab der Mitte des neunten Jahrhunderts waren die Erzbischöfe verpflichtet, sich das Pallium vom Papst zu erbitten. Erst danach durften sie ihr Amt als Metropolitanbischöfe ausüben.

Die Wolle des Palliums stammt traditionell von Lämmern, die am 21. Jänner, dem Gedenktag der heiligen Agnes, in Rom gesegnet werden. Vor der Übergabe werden die Pallien in einem eigenen Behälter in der sogenannten Palliumnische beim Petrusgrab im Petersdom aufbewahrt.

Das Pallium ist streng an das Amt gebunden. Es wird einem Erzbischof persönlich verliehen, gilt aber nur für dessen Dienst auf einem bestimmten Metropolitansitz. Der Metropolit darf das Pallium nur innerhalb seiner eigenen Kirchenprovinz tragen, also nicht einfach überall, wo er einer Liturgie vorsteht. Mit dem Ende der Amtszeit als Erzbischof endet auch der liturgische Gebrauch.
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen