Kiewer Höhlenkloster: Schäden auf 40 Mio. Euro geschätzt
24.06.202608:45
Ukraine/Kirche/Krieg/Höhlenkloster/Restaurierung
Verantwortliche um rasche Restaurierung des Wahrzeichens der Stadt Kiew bemüht
Kiew/Wien, 24.06.2026 (KAP) Nachdem das Kiewer Höhlenkloster (Lawra) bei einer Welle schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine getroffen wurde, sollen die Schäden möglichst rasch behoben werden. Laut einem Bericht werden die Schäden auf 40 Millionen Euro geschätzt. Verantwortliche sagten gegenüber dem ORF, dass die Arbeiten bei ausreichender Finanzierung noch im Jahr 2027 abgeschlossen sein könnten. Am Montag war der Angriff auf das Höhlenkloster auch Thema im UN-Sicherheitsrat.
Die Restaurierungsarbeiten würden keinen Tag ruhen, "denn die Frage des kulturellen Erbes und der Erhalt unserer Heiligtümer ist Teil des psychologischen Krieges, den Russland gegen die Ukraine führt", erläuterte Maksym Ostapenko, Generaldirektor des Nationalen Reservats Kiewer Höhlenkloster laut Portal "Ukrinform". Die Arbeiten zur provisorischen Abdeckung der schwer beschädigten Mariä-Himmelfahrts-Kathedrale seien bereits weit fortgeschritten, hieß es aus dem Kulturministerium. Die Lawra solle schrittweise wieder für Besucher und Gläubige geöffnet werden.
Wiege des ostslawischen orthodoxen Christentums
Das 1051 gegründete Höhlenkloster in Kiew begeht 2026 sein 975. Gründungsjubiläum. Es gilt als Wiege des ostslawischen orthodoxen Christentums und als Wahrzeichen der Stadt Kiew und steht seit 1990 auf der Welterbe-Liste der Unesco. Bei russischen Luftangriffen auf die Ukraine war in der Nacht von 14. auf 15. Juni vor allem die Hauptkirche des zum Unesco-Weltkulturerbe zählenden Höhlenklosters in Kiew in Brand geraten.