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Kärnten: Kirche feiert Schutzpatronin Hemma von Gurk

24.06.2026 14:21
Österreich/Kirche/Religion/Glaube
Festgottesdienst mit Bischof Marketz am 27. Juni in Gurk
Klagenfurt, 24.06.2026 (KAP) Am Samstag, 27. Juni, lädt die Stiftspfarre Gurk zum traditionellen Hemmafest ein, mit dem der hl. Hemma, Landesmutter und Schutzfrau von Kärnten, gedacht wird. Im Rahmen des Festes wird Bischof Josef Marketz um 10 Uhr mit dem Gurker Domkapitel den Festgottesdienst im Gurker Dom feiern.

Um 14 Uhr feiert Bischofsvikar Dompropst Engelbert Guggenberger mit dem Domkapitel die Hemma-Vesper in der Krypta des Gurker Doms. Sowohl nach dem Gottesdienst als auch nach der Vesper gibt es die Möglichkeit, den traditionellen Augensegen mit dem Ring der hl. Hemma am Hemmagrab zu empfangen.

Wohltäterin und Ordensgründerin

Hemma von Gurk wurde um 980 als Gräfin von Friesach-Zeltschach geboren. Nach dem Tod ihres Mannes, Graf Wilhelm von der Sann, und der Ermordung ihrer Söhne verwendete sie sämtliche Besitztümer in Kärnten, in der Steiermark und in Krain für verschiedene geistliche Stiftungen, so zum Beispiel für das Nonnenstift Gurk und das Benediktinerstift Admont in der Steiermark. Letzteres wurde erst Jahrzehnte nach ihrem Tod vom Erzbischof von Salzburg eingerichtet. Die Gründung des Frauenklosters in Gurk hat Hemma hingegen selbst betrieben, und sie konnte die Fertigstellung von Kirche und Kloster im Jahr 1043 erleben. Darüber hinaus ließ sie in der Umgebung von Gurk sechs Kirchen bauen.

Bekannt waren auch ihr Einsatz und ihre offene Hand für die Bedürftigen, weshalb bereits zu Lebzeiten Hemmas eine breite und intensive Wertschätzung und Verehrung einsetzte, die auch nach ihrem Tod, vermutlich am 29. Juni 1045, nicht abbrach. Hemma wurde zunächst in der Klosterkirche beigesetzt. 1174 wurden ihre sterblichen Überreste aus der alten Klosterkirche in die 100-säulige Krypta des Gurker Doms, einer der bedeutendsten romanischen Kirchenbauten Österreichs, übertragen.

Die Verehrung der frommen Adeligen verbreitete sich rasch. Schon aus den Jahren 1227/28 sind die ersten wunderbaren Heilungen überliefert, die auf Hemmas Fürsprache zurückgeführt wurden. Im Spätmittelalter wurde in Rom ein Heiligsprechungsverfahren eingeleitet. Obwohl im Zuge dieses Prozesses Zeugen von 90 Wundern auf Fürbitte Hemmas berichteten und die Untersuchungen einen äußerst lebendigen Kult nachwiesen, kam der Kanonisationsprozess zu keinem Abschluss. Erst am 5. Jänner 1938 erfolgte die offizielle Heiligerklärung Hemmas durch Rom.

Hemma-Verehrung weit verbreitet

Heute ist ihr Grab Ziel zahlreicher Pilger. Die Hemma-Verehrung ist weit über Kärntens Landesgrenzen hinaus, vor allem auch in Slowenien, verbreitet.

In der Diözese Gurk sind die Stadtpfarrkirche "St. Hemma" in der Klagenfurter Feldkirchnerstraße sowie die Filial- und Wallfahrtskirche auf dem Hemmaberg in Globasnitz/Globasnica der hl. Hemma geweiht. Hemma-Darstellungen befinden sich in einigen Kirchen Kärntens, wie z. B. in Maria Saal, Kötschach, Klagenfurt-St. Ruprecht, Moosburg, Klagenfurt-Christkönig, Dellach/Wörthersee und Spittal/Drau.
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