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Kugler fordert mehr Aufmerksamkeit für Religionsfreiheit

23.06.2026 14:34
Österreich/Religionsfreiheit/Politik
ÖVP-Menschenrechtssprecherin: Einsatz für Religionsfreiheit zentral für glaubwürdige Menschenrechtspolitik
Wien, 23.06.2026 (KAP) Dem Thema Religionsfreiheit muss im politischen Alltag wie in der Öffentlichkeit verstärkt Aufmerksamkeit gewidmet werden. Das hat ÖVP-Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler am Dienstag in einer Aussendung betont. Der Einsatz für Religionsfreiheit sei ein zentraler Bestandteil einer glaubwürdige Menschenrechtspolitik, hielt die Abgeordnete fest. Anlass der Aussendung Kuglers war zum einen der dieser Tage veröffentlichte Quartalsbericht der Stabstelle "Internationaler Schutz verfolgter religiöser Minderheiten" im Bundeskanzleramt und ein Runder Tisch im Parlament, zu dem Kugler dieser Tage gemeinsam mit der Stabstelle zahlreiche NGOs geladen hatte, die sich für Religionsfreiheit engagieren.

Rund 388 Millionen Christinnen und Christen waren Anfang 2026 weltweit laut Bericht der Stabstelle von Verfolgung und Diskriminierung betroffen. Der Bericht mache deutlich, dass die Lage in zahlreichen Staaten höchst angespannt sei, so Kugler. Besonders betroffen seien Christen und andere religiöse Minderheiten im Nahen Osten und in Teilen Asiens. "Ob in Syrien, im Irak, im Iran, in Myanmar oder in Indien: Religiöse Minderheiten geraten zunehmend unter Druck - durch Gewalt, staatliche Repression, gesellschaftliche Diskriminierung, rechtliche Einschränkungen und mangelnden Schutz durch staatliche Institutionen", so Kugler.

Um den Austausch über die internationale Lage der Religionsfreiheit und den Schutz verfolgter religiöser Minderheiten zu fördern, lud Kugler zu einem Runden Tisch ins Parlament ein. Im Mittelpunkt stand der Dialog mit NGOs und zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich in Österreich für Religionsfreiheit einsetzen.

Beim Runden Tisch mit NGOs und und zivilgesellschaftlichen Akteuren, die sich international und in Österreich für Religionsfreiheit einsetzen, sei es darum gegangen, konkrete politische Anliegen zu sammeln und nächste Schritte zu beraten. Themen der Beratungne waren demnach u.a. die Zusammenarbeit mit der neuen EU-Sonderbeauftragten für Religionsfreiheit Mairead McGuinness, konkrete Fälle religiöser Verfolgung und die doppelte Diskriminierung von Frauen aus christlichen Minderheiten. Kugler: "Der Runde Tisch hat auch gezeigt, wie viel Engagement und Fachwissen in den NGOs steckt."
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