USA: Wähler der Republikaner für biblische Zehn Gebote in Schulen
23.06.202615:38
USA/Schule/Religion/Parteien/Gesellschaft
Gerichtsurteile stärkten zuletzt die Forderung von Konservativen nach religiösen Eckpunkten im Schulalltag
Washington, 23.06.2026 (KAP/KNA) Eine Mehrheit der US-Amerikaner wünscht eine Darstellung der biblischen Zehn Gebote in öffentlichen Schulen. Unter Befragten, die den regierenden Republikanern unter Präsident Donald Trump nahestehen, befürworteten das 77 Prozent; bei Demokraten waren es 38 Prozent, wie das Meinungsforschungsinstitut Pew Research Center in Washington mitteilte. Im Bevölkerungsschnitt lag die Zustimmung bei 57 Prozent. Für das Meinungsbild wurden Anfang April rund 3.600 Erwachsene befragt.
In den vergangenen Monaten hatten mehrere Gerichtsurteile in den USA die Forderung von Konservativen nach religiösen Eckpunkten im Schulalltag gestärkt und die Einwände von Kritikern zurückgewiesen, die darin eine unzulässige Einflussnahme sehen. Zu den Zehn Geboten, die der Überlieferung nach von Gott selbst an Mose übergeben wurden, zählen Mahnungen wie "Du sollst keine anderen Götter neben mir haben", "Du sollst Vater und Mutter ehren", "Du sollst nicht stehlen" und "Du sollst nicht töten".
Weniger Rückhalt für Gebete
Bei anderen religiösen Bekundungen in Schulen gehen die Meinungen laut der Umfrage auseinander. Während es 78 Prozent in Ordnung finden, wenn Schüler unter sich zu Gebetsgruppen zusammenkommen, sind nur 46 Prozent dafür, dass Lehrer im Rahmen des Unterrichts Gebete sprechen; 53 Prozent sind dagegen. Klassengebete mit Teilnahmepflicht befürworten nur 8 Prozent aller Befragten, allerdings mit höheren Anteilen bei Katholiken (10 Prozent) und schwarzen Protestanten (23 Prozent).