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Bild Copyright: © Ruslan Ishchenko

Eisenstadt: Zsifkovics besuchte ukrainisch-katholische Gemeinde

24.06.2026 13:22
Österreich/Kirche/Ukrainisch.katholische.Kirche/Zsifkovics
Gemeinde feiert ihre Gottesdienste in der Antoniuskirche der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt - Bischof Zsifkovics würdigt ukrainische Gemeinde als Bereicherung für die Diözese
Eisenstadt, 24.06.2026 (KAP) Der Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics hat erstmals die Seelsorgestelle für die Gläubigen der Ukrainischen Griechisch-Katholischen Kirche im Burgenland besucht und mit ihnen gemeinsam Gottesdienst gefeiert. Der Eucharistiefeier im byzantinischen Ritus am vergangenen Sonntag stand Prof. Thomas Németh vor. Er ist seit April 2026 offiziell mit der Seelsorge betraut. Die ukrainische Gemeinde feiert ihre Gottesdienste seit 2023 in der Antoniuskirche der Barmherzigen Brüder in Eisenstadt.

Zsifkovics würdigte in seiner Predigt die ukrainische Gemeinde als eine Bereicherung für die Diözese Eisenstadt, die unterschiedliche Volksgruppen umfasst. Es sei für ihn eine große Freude, dass nunmehr auch ukrainische katholische Gläubige eine kirchliche Heimat in der burgenländischen Landeshauptstadt besitzen.

Der Bischof ermutigte die faktisch schon seit 2022 bestehende Gemeinde, die sich als Patrozinium die Auferstehung Christi ausgesucht hatte, aus eben dieser Auferstehung Trost und Hoffnung zu schöpfen.

Németh hob hervor, dass die ukrainischsprachigen Gottesdienste, die auch von Christen anderer Riten und Konfessionen besucht werden, ein Ort gelebter Ökumene seien. Er dankte Bischof Zsifkovics für die Unterstützung der aus der Ukraine Vertriebenen durch die Diözese Eisenstadt und Einrichtungen des Burgenlandes.

Ukrainisch-katholische Kirche im Wachsen

Die ukrainisch-katholische Kirche verzeichnet seit Jahren ein Wachstum in Österreich und baut ihre Strukturen kontinuierlich aus. Die Errichtung der Seelsorgestelle und die Ernennung des verantwortlichen Priesters erfolgte durch Kardinal Christoph Schönborn in seiner Funktion als Ordinarius für die Gläubigen der katholischen Ostkirchen im Einvernehmen mit dem Eisenstädter Diözesanbischof Ägidius Zsifkovics.

Die Ukrainisch-griechisch-katholische Kirche ist die mit Abstand größte katholische Ostkirche in Österreich. Ihr gehört die Mehrheit der unierten Gläubigen in Österreich an. Die Zahl der Gläubigen liegt laut Angaben des Ostkirchenordinariats bei gut 13.000. Zentrum der Kirche ist die ukrainische Zentralpfarre St. Barbara in Wien, dazu kommen zahlreiche Seelsorgestellen von Vorarlberg bis nun auch ins Burgenland.

Ostkirchen-Ordinariat

Zu den in Österreich vertretenen byzantinischen katholischen Ostkirchen gehören die ukrainische, rumänische, slowakische, ungarische und melkitische Griechisch-katholische Kirche sowie vereinzelt Gläubige der Griechisch-katholischen Kirche in Serbien (Eparchie Sankt Nikolaus Ruski Krstur) sowie der Griechisch-katholischen Eparchie von Mukachevo (Ukraine).

Zu den byzantinischen katholischen Ostkirchen kommen in Österreich auch noch einige orientalische katholische Ostkirchen. Sie alle sind im Ordinariat für die katholischen Ostkirchen zusammengefasst, das rund 20.000 Gläubige umfasst. Dem Ordinariat gehören ca. 80 Priester an. Es gibt die Zentralpfarre "St. Barbara" in Wien und gut 35 Seelsorgestellen, verteilt auf ganz Österreich. Kardinal Schönborn steht derzeit den katholischen Ostkirchen als Ordinarius vor. Er trägt damit die bischöfliche Letztverantwortung. Generalvikar des Ordinariats ist Erzpriester Yuriy Kolasa.
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