Zahlreiche Tote, Hunderte Verletzte und Zerstörungen gemeldet - Caritas und Jugend Eine Welt rufen zu Spenden auf
Wien, 25.06.2026 (KAP) Nach zwei schweren Erdbeben in Venezuela haben österreichische Hilfsorganisationen wie Caritas Österreich und Jugend Eine Welt Nothilfemaßnahmen für die betroffene Bevölkerung angekündigt. Laut ersten offiziellen Angaben sind mindestens 30 Menschen ums Leben gekommen, über 700 weitere wurden verletzt. Zahlreiche weitere Tote werden befürchtet. So liegen aus dem besonders betroffenen Bundesstaat La Guaira nahe der Hauptstadt Caracas noch keine Opferzahlen vor. Caritas Österreich bereitet mit internationalen Partnerorganisationen Hilfsmaßnahmen vor; geplant sind etwa die Bereitstellung von Notunterkünften, Trinkwasser, Lebensmitteln und medizinischer Versorgung. Auch die Entwicklungsorganisation Jugend Eine Welt kündigte Soforthilfe gemeinsam mit den Salesianern Don Boscos an.
Die Beben verursachten laut Berichten erhebliche Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur. Zahlreiche Menschen verloren ihre Unterkünfte und verbrachten die Nacht aus Angst vor Nachbeben im Freien. Rettungs- und Bergungsarbeiten dauern an, werden jedoch durch beschädigte Verkehrswege, Stromausfälle und weitere Erschütterungen erschwert.
"Die Menschen in den betroffenen Regionen haben innerhalb weniger Minuten Angehörige, ihr Zuhause und ihre Existenzgrundlage verloren. Viele wissen nicht, wo sie die kommende Nacht verbringen werden", so Andreas Knapp, Generalsekretär für Internationale Programme der Caritas Österreich, in einer Aussendung am Donnerstag. "Jetzt braucht es schnelle internationale Solidarität, damit lebensrettende Hilfe rasch bei den betroffenen Familien ankommt."
Nahrungsmittel und Trinkwasser
Nach Angaben von Jugend Eine Welt berichten lokale Partner von erheblichen Schäden an Wohnhäusern und öffentlicher Infrastruktur. Besonders Familien, Kinder und Jugendliche seien auf Unterstützung angewiesen. Zu den dringendsten Maßnahmen zählen die Versorgung mit Nahrungsmitteln, sauberem Trinkwasser, Medikamenten und Notunterkünften. "Die ersten Berichte aus den betroffenen Regionen zeigen ein erschütterndes Bild. Viele Menschen haben innerhalb weniger Sekunden alles verloren. Jetzt zählt jede Sekunde. Wir setzen alles daran, rasch und unbürokratisch zu helfen", erklärte Reinhard Heiserer, Geschäftsführer von Jugend Eine Welt.