Treffen von Initiative "Kinderarbeit stoppen!" mit Familienministerin Bauer - Appell für Beitritt Österreichs zur Allianz 8.7
Wien, 25.06.2026 (KAP) Vertreterinnen und Vertreter der Initiative "Kinderarbeit stoppen!" haben gemeinsam mit Kindern aus Wien die Bundesregierung zu verstärkten Maßnahmen gegen Kinderarbeit weltweit aufgefordert. Bei einem Treffen mit Europa- und Familienministerin Claudia Bauer im Bundeskanzleramt am Donnerstag übermittelten die Kinder ihre Forderungen nach einem stärkeren Engagement Österreichs zur Bekämpfung von Kinderarbeit und zur Durchsetzung von Kinderrechten. "Noch immer sind weltweit rund 138 Millionen Kinder betroffen, 54 Millionen von ihnen arbeiten unter gefährlichen Bedingungen. Das dürfen wir nicht hinnehmen", meinte dazu Jungschar-Geschäftsführerin Sigrid Kickingereder.
Konkret fordert die Initiative der Dreikönigsaktion der Katholischen Jungschar, von Jugend Eine Welt, Fairtrade Österreich, Kindernothilfe Österreich und solidar Austria die Bundesregierung auf, einen Beitrag zur Erreichung des UN-Entwicklungsziels SDG 8.7 zur Beseitigung von Kinderarbeit weltweit zu leisten. "Österreich steht in der Verantwortung, seinen Beitrag zur Beendigung von Kinderarbeit zu leisten", so Kickingereder.
Das Ziel der Vereinten Nationen verpflichtet die Staatengemeinschaft dazu, Kinderarbeit in allen ihren Formen zu beenden und die schlimmsten Formen von Kinderarbeit umgehend zu beseitigen. Dazu zählen Maßnahmen gegen Armut, der Einsatz für Bildung und soziale Absicherung, eine wirksame Entwicklungszusammenarbeit und klare Regeln für faire Lieferketten. Ein Beitritt zur von der Internationalen Arbeitsorganisation ins Leben gerufenen Multistakeholder-Plattform "Allianz 8.7" wäre ein klares Signal, so die Jungschar-Geschäftsführerin. Und weiter: "Wir sehen nicht weg, wenn Kinder ausgebeutet werden, wir setzen uns dafür ein, dass Kinder geschützt werden und ihre Rechte verwirklichen können."
Bauer: Mehr Schutz notwendig
Familienministerin Bauer betonte laut Aussendung die Notwendigkeit eines besseren Schutzes von Kindern weltweit. "Die schlimmsten Formen von Kinderarbeit sind in vielen Ländern Realität, Kinder werden noch immer zu Prostitution gezwungen, als Kindersoldaten missbraucht. Es ist traurige Gewissheit, dass wir es als Weltgemeinschaft bisher nicht geschafft haben, Kindern ein sicheres, gewaltfreies und kindgerechtes Aufwachsen zu sichern", so die ÖVP-Ministerin. Zugleich würdigte sie das Engagement der beteiligten Kinder und Jugendlichen.
Weltweit sind nach aktuellen Schätzungen von ILO und UNICEF noch immer rund 138 Millionen Kinder von Kinderarbeit betroffen, rund 54 Millionen von ihnen arbeiten unter gefährlichen Bedingungen. Die Initiative "Kinderarbeit stoppen!" setzt sich gemeinsam mit Partnerinnen und Partnern in Ländern des Globalen Südens für den Schutz von Kinderrechten, für gerechte Lieferketten und für ein Ende ausbeuterischer Kinderarbeit ein. (Info: www.kinderarbeitstoppen.at)