Seitenbereiche:
  • zum Inhalt [Alt+0]
  • zum Hauptmenü [Alt+1]

Hauptmenü schließen
  • Nachrichten
  • Dossier
  • Media
    • Fotos
    • Audios
    • Videos
  • Produkte
  • Redaktion
  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Login
Noch kein Kunde?
Hier finden Sie unsere Produkte

Passwort vergessen?
Hauptmenü anzeigen
Produkte
Produkte
Suche
Login
Inhalt:
Caritas-Generalsekretärin Anna Parr
Soziales
Bild Copyright: © kathpress/Pernsteiner

Caritas zu Sparbudget: Arme weit stärker betroffen

26.06.2026 13:08
(zuletzt bearbeitet am 26.06.2026 um 13:12 Uhr)
Österreich/Kirche/Soziales/Politik/Budget/Caritas
Generalsekretärin Parr in "Der Sonntag"-Interview: "Wir betonen immer wieder, dass nicht jeder Mensch in Österreich gleich breite Schultern hat" - Doppelbudget 2027/28 beinhaltet aber auch Investitionen in wichtige Zukunftsbereiche
Wien, 26.06.2026 (KAP) Die Bundesregierung hat sich auf ein Doppelbudget für 2027/2028 geeinigt, das vor allem im Sozialbereich Kürzungen um 1,8 Milliarden Euro enthält. Caritas-Generalsekretärin Anna Parr hat im Interview mit der Wiener Kirchenzeitung "Der Sonntag" einmal mehr betont, dass die Last der Einsparungen etwa für armutsbetroffene oder -gefährdete Personen bzw. Familien weitaus größer sei als für andere Bevölkerungsgruppen. "Wir betonen immer wieder, dass nicht jeder Mensch in Österreich gleich breite Schultern hat. Es gibt Menschen, die breitere Schultern haben und die diesen Beitrag gut leisten können. Und es gibt Menschen, die sehr schmale Schultern haben. Und für sie erheben wir unsere Stimme, weil sie bereits jetzt schon sehr unter Druck sind", so die Caritas-Generalsekretärin.

Grundsätzlich habe man vonseiten der Caritas natürlich Verständnis für Sparmaßnahmen, so Parr, die auch positive Aspekte am Budget hervorhob: "Mit diesem Doppelbudget sehen wir einerseits Einsparungen, gleichzeitig aber auch Investitionen in wichtige Zukunftsbereiche. Positiv sehen wir die Investitionen etwa in der Pflege, im Bereich Bildung und bei Maßnahmen gegen Kinderarmut."

Zur Frage, ob Frauen von den Kürzungen im Doppelbudget stärker betroffen sind, sagte Parr: "Es gibt ein paar Maßnahmen, die Frauen besonders treffen, weil sie aufgrund von Teilzeitarbeit, Betreuungspflichten und geringeren Einkommen strukturell benachteiligt sind." Beispielsweise treffe sie die Erhöhung der Arbeitslosenversicherungsbeiträge massiv - "pro Monat sind das knapp 40 Euro mehr". Das möge nach wenig klingen, "aber für Menschen, die wenig Einkommen haben, ist es viel".

Menschen, die die Caritas-Sozialberatung in Anspruch nehmen, verfügten etwa über knapp 1.150 Euro pro Monat. "Da sind 40 Euro eine relevante Größe. Vor allem, wenn man bedenkt, dass dies nur eine von mehreren Maßnahmen ist, die sich besonders auf armutsgefährdete Menschen auswirken."

Armutscheck für politische Maßnahmen

Wenn man alle Maßnahmen aus dem Doppelbudget zusammenzählt, komme man auf mehrere hundert Euro Mehrbelastung im Jahr. "Und das trifft diese Menschen in einem viel höheren Ausmaß", so die Caritas-Generalsekretärin.

Parr appellierte an die politisch Verantwortlichen, "dass in der Umsetzung bei jeder Maßnahme ein Armutscheck durchgeführt wird, um sicherzustellen, dass armutsbetroffene Menschen nicht noch stärker unter Druck kommen". Gleichzeitig hoffe sie sehr, "dass die Wirtschaft mit dem Doppelbudget erfolgreich angekurbelt werden kann, damit es keine weiteren Maßnahmen braucht".

Und die Caritas-Generalsekretärin fügte hinzu: "Wir appellieren für Tempo bei den Investitionen, denn bis eine Investition wirklich wirkt, dauert es oft viele Jahre. Wir brauchen auch mehr Klarheit, was die wichtigen Investitionen im Bereich der Langzeitpflege betrifft."
zurück

  • Impressum
  • Kontakt
  • Datenschutz & Cookies
Katholische Presseagentur Kathpress
1010 Wien, Singerstraße 7/6/2
Tel: +43 / 1 / 512 52 83


© 1947-2026 KATHPRESS - Katholische Presseagentur Österreich
nach oben springen