Weihbischof Hofer bei Festgottesdienst in Saalfelden: Menschen suchen Vorbilder "nicht nur im Sport und in der Musik, sondern genauso im Glauben, in der Nächstenliebe und im konkreten Zusammenleben"
Salzburg, 28.06.2026 (KAP) Mit einem Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche von Saalfelden und einem feierlichen Empfang am Rathausplatz hat die Erzdiözese Salzburg an diesem Sonntag, dem "Erentrudissonntag", ihre Landespatronin gefeiert. Dem Gottesdienst stand Weihbischof Hansjörg Hofer vor. Unter den Ehrengästen war außerdem Landtagspräsidenten Brigitta Pallauf.
Die Feier in Saalfelden bildete den Auftakt zu weiteren Feiern im ganzen Land Salzburg. Seit 2024 wird die heilige Erentrudis - gemeinsam mit dem heiligen Rupert - als Landespatronin Salzburgs verehrt. Der Erentrudissonntag wird am letzten Sonntag im Juni gefeiert.
"Als Menschen, aber auch als Christinnen und Christen brauchen und suchen wir Vorbilder nicht nur im Sport und in der Musik, sondern genauso im Glauben, in der Nächstenliebe und im konkreten Zusammenleben", sagte Weihbischof Hofer laut Aussendung der Erzdiözese Salzburg bei dem Gottesdienst. Vorbild könne hier die Landesmutter und Diözesanpatronin Erentrudis sein.
Prägende Gestalt Salzburgs
Die heilige Erentrudis prägt Salzburg seit seinen Anfängen. Als erste Äbtissin des Salzburger Benediktinerinnenklosters Nonnberg war sie eine starke Frau des Glaubens, eine Wegbegleiterin für Menschen in Not und ein Vorbild gelebter Nächstenliebe. Ihr Fest lädt dazu ein, die spirituellen Wurzeln des Landes neu zu entdecken: Zusammenhalt, Vertrauen und ein offenes Herz füreinander.
Die Diözesan-, Stadt- und Landespatronin von Salzburg wurde um 663 im heutigen Rheinland-Pfalz geboren und starb 718 in Salzburg. Gemeinsam mit ihrem Onkel, dem heiligen Rupert, kam Erentrudis nach Salzburg. Abtbischof Rupert gründete das Stift Nonnberg - das heute älteste durchgehend bestehende Frauenkloster im deutschen Sprachraum - und setzte Erentrudis als erste Äbtissin ein. Die Gebeine der heiligen Erentrudis finden sich heute im Klausurbereich des Klosters.