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Die Neugeweihten (v. links) Andreas Holzner, Lorenz Goppert, Manuel Zehetner, Josef Straub, in der Mitte Erzbischof Lackner und Weihbischof Hansjörg Hofer.
Priesterweihe
Bild Copyright: © Erzdiözese Salzburg (eds) / Hiva Naghshi

Erzdiözese Salzburg: Fünf Seminaristen zu Priestern geweiht

30.06.2026 10:39
Österreich/Religion/Kirche/Glaube/Berufung
Erzbischof Lackner ruft angesichts einer Krise der Kirche zur Orientierung an Jesus Christus und zu gemeinsamer Seelsorge auf - Rund 1.000 Mitfeiernde in Salzburger Dom
Salzburg, 30.06.2026 (KAP) Erzbischof Franz Lackner hat am Fest "Peter und Paul" am Montag fünf Männer zu Priestern für die Erzdiözese Salzburg geweiht. Die fünf Neupriester stammen aus Österreich und Deutschland; Andreas Holzner, Josef Straub, Lorenz Goppert, Manuel Zehetner und Roland Münster werden künftig in Pfarren der Erzdiözese Salzburg tätig sein. Bei der Feier im Salzburger Dom rief Lackner die Neupriester dazu auf, "in der Nähe Jesu" zu bleiben und ihren Dienst gemeinsam mit den Gläubigen zu gestalten. Der Salzburger Erzbischof appellierte in seiner Predigt zudem zu geistlicher Orientierung in einer von Kriegen, technologischem Wandel und kirchlichen Krisen geprägten Zeit: "Niemand, keine Theorie, keine Idee und keine Religion hat uns Gott so nahegebracht wie dieser Jesus von Nazareth."

Neben Weihbischof Hansjörg Hofer, dem Erzabt der Erzabtei St. Peter in Salzburg. Jakob Auer OSB, Generalvikar Harald Mattel, Priesterseminar-Regens Tobias Giglmayr, das Domkapitel sowie an die 200 Priester und Diakone feierten rund 1.000 Gläubige - darunter Abordnungen aus den Herkunftsgemeinden in Österreich und Deutschland - die Weiheliturgie mit.

Angesichts von Kriegen, einer "Entmenschlichung durch die Technik" und einer Kirche, die selbst in einer Krise stehe, brauche es umso mehr die Orientierung an Jesus, betonte Lackner. Das gleiche betreffe auch den Priesterdienst, der "gemeinhin negativ konnotiert" sei, wie der Vorsitzende der Österreichischen Bischofskonferenz bedauernd feststellte. Für diesen Dienst seien das Gebet, die Verkündigung und die Feier der Sakramente zentral.

Auch auf den priesterlichen Zölibat kam Lackner zu sprechen als ein bleibendes Ideal, räumte jedoch zugleich ein: "Ich weiß, das ist nicht leicht, er fordert uns heraus, und wir dürfen uns nicht erhaben fühlen, aber es soll unser hohes Ideal bleiben, damit wir mit Klugheit und allen Kräften nachstreben."

Besonderes Gewicht legte der Erzbischof auf das Miteinander in der Seelsorge. Kein Priester könne seinen Dienst isoliert ausüben, betonte er. "Ich wage zu behaupten, dass kein Sakrament vom Priester ganz allein gespendet werden kann und darf." Seelsorge dürfe daher nicht zu einem Ort von "Dränglerei, Wichtigtuerei oder gar des Kampfes" werden. Jeder und jede habe in der Kirche eine eigene Aufgabe und einen eigenen Platz.

Die Neupriester

Andreas Holzner, 37 Jahre alt, aufgewachsen in Mittersill, ist derzeit pastoraler Mitarbeiter in der Tiroler Pfarre Brixen im Thale und Seelsorger im Referat Ministrantinnen- und Ministrantenpastoral. Er wird künftig in der Pfarre Saalfelden eingesetzt. Seine Primiz feiert Holzner am 5. Juli in Mittersill.

Josef Straub, 30 Jahre alt und aus Freiburg im Breisgau (Baden-Württemberg, Deutschland), ist gelernter Zimmermann und trat 2019 in das Erzbischöfliche Priesterseminar in Salzburg ein. Als Diakon war er in der Pfarre Faistenau im Einsatz und wird künftig in der Pfarre Altenmarkt im Pongau wirken. Seine Primiz feiert Straub am 12. Juli in St. Peter im Hochschwarzwald.

Lorenz Goppert, 26 Jahre alt, 1999 in Berchtesgaden geboren und in Großgmain aufgewachsen, besuchte die Salzburger Jüngerschaftsschule Home der Loretto-Gemeinschaft. Nach einem Praktikumsjahr bei der Loretto-Gemeinschaft studierte er Katholische Fachtheologie und trat 2020 in das Erzbischöfliche Priesterseminar in Salzburg ein. Künftig wird er in den Pfarren Elsbethen und Salzburg-Aigen dienen. Seine Primiz feiert Goppert am 5. Juli in Adnet.

Manuel Zehetner, 31 Jahre alt, stammt aus Garsten (Oberösterreich) und absolvierte die Ausbildung zum Diplomierten Gesundheits- und Krankenpfleger. In das Erzbischöfliche Priesterseminar trat er 2021 ein; von 2021 bis 2025 absolvierte er das Theologiestudium an der Katholisch-Theologischen Fakultät in Salzburg. Sein Diakonatsjahr verbrachte er im Pfarrverband Eben im Pongau. Nach der Diakonweihe am 30. November 2025 folgt nun die Priesterweihe. Seine Primiz feiert Zehetner am 4. Juli in St. Michael in Steyr.

Roland Münster, 56 Jahre alt, 1968 in Mönchengladbach (Nordrhein-Westfalen, Deutschland) geboren, war Kapitän zur See und Seelotse auf der Weser und Jade. Er trat 2019 in das Erzbischöfliche Priesterseminar in Salzburg ein und war u.a. im Pfarrverband Salzburg-Nord am Standort Maxglan. Künftig wird er in der Pfarre Straßwalchen wirken. Die Feier seiner Primiz ist am 5. Juli in Salzburg-Maxglan.
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