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Deutsche kirchliche Kommission soll Frauenfrage weltweit beraten

30.06.2026 14:04
Deutschland/Kirche/Gesellschaft/Reformen/Frauen
Katholikenkomitee und Bischofskonferenz setzen damit Beschluss des Reformprojekts "Synodaler Weg" um
Bonn, 30.06.2026 (KAP/KNA) Die Deutsche Bischofskonferenz sucht Menschen mit international-interkultureller Expertise, wissenschaftlicher Kompetenz und Sensibilität in Fragen der Geschlechtergerechtigkeit zur Mitarbeit in einer neuen Kommission: Das steht in einem aktuellen Schreiben der Generalsekretärin der Bischofskonferenz (DBK), Beate Gilles, das der deutschen katholischen Nachrichtenagentur KNA vorliegt. Mit der Einrichtung der Kommission "Frauen in sakramentalen Ämtern in einer weltweiten Perspektive" werde ein Beschluss des Reformprojekts der katholischen Kirche in Deutschland, Synodaler Weg, umgesetzt.

Die Synodalversammlung hatte dazu formuliert: "Es wird als eine Form der kontinuierlichen Fortsetzung der Beratung der Themen des Synodalen Weges eine Kommission eingerichtet, die sich ausschließlich mit der Thematik des sakramentalen Amtes von Menschen jeden Geschlechts befasst." Das Gremium soll laut Gilles zu dem Ort werden, an dem das Anliegen, Frauen in sakramentale Ämter zu bringen, von Bischofskonferenz und Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) gemeinsam beraten werden kann. Dabei gehe es vor allem um weltkirchliche Vernetzung.

Die Kommission wird gemeinsam mit dem ZdK eingerichtet, wobei ZdK und Bischofskonferenz je fünf Personen entsenden. Während die ZdK-Vertreter laut dem Schreiben an die Bischöfe und Beraterinnen und Berater ihrer Glaubens- und Pastoralkommission bereits in Kürze gewählt werden sollen, will die DBK ihre fünf Delegierten bei der Vollversammlung der Bischöfe im Herbst bestimmen. Doch zunächst einmal sammelt sie Bewerbungen und Vorschläge.

Eine Zulassung zum sakramentalen Amt für Frauen müsste aus dem Vatikan kommen und darf nicht von den Ortskirchen alleine entschieden werden. Der Synodale Weg forderte die deutschen Bischöfe auf, sich auf gesamtkirchlicher Ebene weiterhin für die Zulassung von Frauen zum sakramentalen Diakonat einzusetzen - für alle Teilkirchen, die dies aufgrund ihrer pastoralen Situation wünschen. Weltweit ist diese Frage jedoch hoch umstritten. Daher klammerte Papst Franziskus (2013-2025) sie aus den Beratungen der Weltsynode aus und beauftragte eine eigene Studiengruppe mit Beratungen zur Frauenfrage.
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