Vorerst nur wenige bestätigte Informationen über Umstände der Tat in Krisenregion Haut-Mbomou im Osten des Landes
Bangui/Rom, 01.07.2026 (KAP) In der Krisenregion Haut-Mbomou im Osten der Zentralafrikanischen Republik haben Bewaffnete einen katholischen Priester vor seinem Pfarrhaus getötet. Das teilte die Vereinigung der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) am Dienstagabend mit. Pfarrer Crepin Martial Monga, Vikar der Pfarre St. Johannes der Täufer in der Stadt Zemio, starb offenbar am Abend des 29. Juni. Aurelio Gazzera, Bischof der Diözese Bangassou, bestätigte den Tod des Geistlichen, konnte aber noch keine genauen Informationen über die Umstände des Angriffs machen.
Laut lokalen Medienberichten verschlechtert sich die Sicherheitslage in der Präfektur Haut-Mbomou seit mehreren Wochen zunehmend. Bewaffnete Gewalt präge die Region. Der vatikanische Missionspressedienst "Fides" meldete, dass Pfarrer Monga das Lokale Komitee für Frieden und Versöhnung von Zémio (CLPR) koordinierte, ein Vermittlungsgremium zwischen Gemeinden, lokalen Behörden und anderen Akteuren in der Region. Die katholische Kirche übernehme in dem Gebiet durch ihre Priester und Pfarrstrukturen häufig die faktische Rolle der Vermittlung und des Schutzes der Bevölkerung.
Zur Instabilität trügen die starke Präsenz zahlreicher Milizen, ethnische Konflikte und der Wettkampf um die Kontrolle von Territorium und Bodenschätzen bei, meldete "Fides". Hinzu kämen heftige Konflikte zwischen zentralafrikanischen Soldaten und russischen Paramilitärs aus der früheren Wagner-Gruppe, die seit mehreren Jahren im Land präsent ist und die reguläre Armee der ehemaligen französischen Kolonie unterstützt.