Rom, 01.07.2026 (KAP) Exkommunikation bedeutet nach katholischer Lehre den Verlust kirchlicher Ämter und nahezu aller Mitgliedschaftsrechte in der kirchlichen Gemeinschaft. Den Betroffenen ist es verboten, Dienste in liturgischen Feiern zu übernehmen, Sakramente zu spenden oder zu empfangen sowie kirchliche Ämter auszuüben. Es handelt sich um eine schwere Beugestrafe, die Reue sowie Besserung des Bestraften bezwecken will, mit dem Ziel, den Betreffenden wieder in die kirchliche Gemeinschaft zurückzuführen, sobald dieser seine "Widersetzlichkeit" aufgibt, wie es im Kirchenrecht heißt.
Die Exkommunikation kann entweder durch einen Spruch verhängt werden oder in besonders schwerwiegenden Fällen durch eine Tat von selbst ausgelöst werden. Dazu zählen die Bischofsweihe ohne päpstlichen Auftrag, Abtreibung, Bestechung bei der Papstwahl, die Verletzung des Beichtgeheimnisses oder die Verweigerung der Unterordnung unter den Papst (Schisma).
Die vollen Wirkungen dieser sogenannten Tatstrafe (poena latae sententiae) treten dann ein, wenn sie von einem Bischof oder vom Heiligen Stuhl ausdrücklich festgestellt wird. Bestimmte Exkommunikationen können nur vom Heiligen Stuhl aufgehoben werden. Neben der Exkommunikation kennt das Kirchenrecht als Beugestrafe das Interdikt (eine schwächere Form) und die Suspension (nur für Kleriker).
Vorsitzender der Österreichischen Bischofskonferenz unterstützt Haltung von Papst Leo XIV. zu unerlaubten Bischofsweihen der Piusbruderschaft: "Durch diesen Akt des Ungehorsams haben sich sowohl die Spender als auch die Empfänger der Weihe selbst exkommuniziert und einen schismatischen Akt gesetzt"
Unerlaubte Bischofsweihe der traditionalistischen Priesterbruderschaft im Schweizer Econe fand wie geplant statt - Oberer Pagliarani spricht Papst faktisch die kirchliche Autorität ab und meint: "Strafen Roms haben keinerlei Gültigkeit"