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Flüchtlinge Migration EU
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Leo XIV. erinnert auf Lampedusa an "Flüchtlingspapst" Franziskus

04.07.2026 10:19
(zuletzt bearbeitet am 04.07.2026 um 11:22 Uhr)
Italien/Papst/Flüchtlinge/Lampedusa
Lampedusa würdigt den Einsatz von Papst Franziskus für Flüchtlinge und Migranten mit einem nach ihm benannten Landungssteg. Sein Nachfolger Leo XIV. segnet die neue Gedenkstätte bei seinem Inselbesuch.
Vatikanstadt/Rom, 04.07.2026 (KAP) "Pier Papst Franziskus: Ort der Ankunft, der Hoffnung und der Menschlichkeit" - so steht es auf der Gedenkstele am Hafen von Lampedusa. Der Landungssteg, über den Bootsmigranten auf die Mittelmeerinsel kommen, wurde am Samstag nach dem "Flüchtlingspapst" umbenannt. Sein Nachfolger Leo XIV. segnete die auf einer wellenförmigen Kalksteinsäule angebrachte Gedenktafel. Anschließend sprach er mit einer Gruppe von Migranten.

Leo XIV. knüpfte damit an seinen Vorgänger an. Franziskus hatte Lampedusa zum Ziel seiner ersten Papstreise gemacht, um auf das oft tödliche Schicksal von Bootsflüchtlingen aufmerksam zu machen. Damals prägte er auch den Begriff der "Globalisierung der Gleichgültigkeit" - eine Formulierung, die seine gut zwölfjährige Amtszeit prägen sollte.

Gedenken an tote Migranten

Während Franziskus bei seinem Lampedusa-Besuch in Gedenken an die ertrunkenen Migranten einen Blumenkranz ins Mittelmeer warf, gedachte Leo XIV. am Samstagmorgen auf dem Insel-Friedhof der Toten. Vor dem Hafenbesuch machte der Papst Halt am "Tor Europas", traf kurz mit einer Migrantenfamilie zusammen und ging allein über die Felsen Richtung Meer.

Das Denkmal "Porta d'Europa", ein rund fünf Meter hoher Torbogen, erinnert an die vielen Migranten, die Europa nie erreichten. Nach Angaben des Projekts "Missing Migrants" der Internationalen Organisation für Migration starben oder verschwanden seit 2014 insgesamt 35.070 Menschen im Mittelmeer (Stand 4. Juli).

Freiluftmesse auf der Insel

Auch in den Tagen vor dem Papstbesuch hatten Migranten die Insel über den Seeweg erreicht. Sie werden von dem nun nach Franziskus benannten Pier in den "Hotspot", dem Erstaufnahmelager der Insel, gebracht. Von dort werden die Migranten auf andere Aufnahmeeinrichtungen verteilt. Ein Besuch in der Aufnahmeeinrichtung war im Papstprogramm nicht vorgesehen. Zum Abschluss des halbtägigen Besuchs war eine Freiluftmesse geplant.
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