Wiener Erzbischof und Bürgermeister würdigen Seelsorge auf größtem kostenfreiem Open-Air-Festival Europas und Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern und Erzdiözese - 35 Seelsorgerinnen und Seelsorger sind bis Sonntag präsent
Wien, 05.07.2026 (KAP) Der Wiener Erzbischof Josef Grünwidl und der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig haben am Samstag gemeinsam das Seelsorgeteam auf dem Donauinselfest besucht. In Gesprächen mit den Seelsorgerinnen und Seelsorgern hoben beide hervor, wie wichtig deren Gesprächsangebote auf dem dreitägigen Großevent von Freitag bis Sonntag sei. Grünwidl und Ludwig betonten auch die gute Zusammenarbeit zwischen Veranstaltern und Erzdiözese, die sich zum bereits vierten Mal bewährt. 35 Festivalseelsorgerinnen und -seelsorger sind mit einem Zelt bei der Electronic Music Bühne beim größten kostenfreien Open-Air-Festival Europas präsent. Auch Dariusz Schutzki, Bischofsvikar von Wien, und Veranstalter Jörg Neumayer statteten der Festivalseelsorge einen Besuch ab.
Die Festivalseelsorge sei ein Zeichen dafür, dass sich Christinnen und Christen nicht verstecken, sondern die Lebenswelten der Menschen teilen, wies Erzbischof Grünwidl laut einem Bericht auf der Website der Erzdiözese hin: "Wir wollen nicht in der Kirche sitzen bleiben und uns darüber beschweren, dass immer weniger kommen, sondern wir wollen hinausgehen zu den Menschen." Er finde es bemerkenswert, dass es gelungen sei, bereits zum vierten Mal auf dem Donauinselfest Festivalseelsorge anzubieten. "Die Veranstalter und Verantwortlichen schätzen unser Angebot sehr und kommen uns sehr entgegen", so Grünwidl. ."Und das finde ich einfach wunderbar und großartig."
Wiens Bürgermeister Michael Ludwig erwähnte die Beobachtung, "dass viele Menschen, die auf das Donauinselfest kommen, um zu feiern, manchmal das Bedürfnis haben, sich zurückzuziehen und mit anderen Menschen ein Gespräch zu führen - manchmal auch über Themen, die sie belasten." Für das Angebot der Festivalseelsorge sei Ludwig der Erzdiözese sehr dankbar: "Das ist ein weiteres schönes Projekt der guten Zusammenarbeit zwischen der Stadt Wien und der Erzdiözese Wien."
35 Seelsorgerinnen und Seelsorger
Unter dem Motto "Erzähl mir was, ich hör dir zu" sind bis Sonntag 35 speziell geschulte Seelsorgerinnen und Seelsorger mit einem Zelt in der Nähe der Electronic Music Bühne (Nr. 10 auf dem Inselplan) vertreten und auch auf dem Festivalgelände unterwegs. Erkennbar sind sie an den grünen Warnwesten mit der Aufschrift "Festivalseelsorge" und magentafarbenen Kappen mit der Aufschrift "Für Dich Da".
Im Vorjahr hatte das Seelsorgeteam einen neuen Gesprächsrekord erzielt: Die Anzahl der Kontakte verdoppelte sich auf 1.600. Häufig angesprochene Themen seien Lebenskrisen, Beziehungsprobleme und Einsamkeit, hieß es. Auch Sinn- und Glaubensfragen sowie Erfahrungen mit Mobbing seien Thema gewesen.
Die Festivalseelsorge am Donauinselfest ist ein Projekt der Erzdiözese Wien gemeinsam mit der "Festivalseelsorge Österreich" und der Initiative "Denk Dich Neu". Koordiniert wird es von Edina Kiss, Mitarbeiterin des Pastoralamts der Erzdiözese.