Moskauer Patriarch übt sich derweilen in demonstrativer Nähe zu russischem Präsidenten Putin
06.07.2026, Auch Italien dürfte sich gegen geplante EU-Sanktionen gegen den Moskauer Patriarchen Kyrill aussprechen und sich damit der Position Bulgariens anschließen. Das erklärten demnach am Wochenende drei mit den Beratungen vertraute EU-Diplomaten gegenüber dem Infoportal "Politico". Ein Sprecher der Ständigen Vertretung Italiens bei der EU lehnte eine Stellungnahme dazu allerdings ab.
Brüssel will eigentlich mit dem aktuellen Sanktionspaket gegen Russland auch den Moskauer Patriarchen ins Visier nehmen. Das Kirchenoberhaupt unterstützt den Angriffskrieg gegen die Ukraine und lobt regelmäßig den Kurs von Staatschef Wladimir Putin. Wie eng die Zusammenarbeit zwischen Putin und Kyrill ist, hatte Letzterer erst wieder am 12. Juni, am "Tag Russlands", demonstriert. Kyrill würdigte in einer Botschaft die Entwicklung Russlands unter der Führung Putins. Russland sei heute "ein Beispiel für echte Souveränität und nationale Identität, erfolgreiche soziale und wirtschaftliche Entwicklung sowie eine harmonische Verbindung von technologischem Fortschritt mit dem Bekenntnis zu traditionellen moralischen Werten".
Der Patriarch dankte Putin zudem für seine "ständige Aufmerksamkeit für das Leben der russisch-orthodoxen Kirche" und zeigte sich zuversichtlich, dass die Zusammenarbeit zwischen staatlichen Behörden, religiösen Gemeinschaften, öffentlichen Organisationen und "allen Menschen guten Willens" es dem Land ermöglichen werde, künftige Herausforderungen zu meistern und gleichzeitig die Nation zu schützen.