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Linzer Pflasterspektakel
Kultur
Bild Copyright: © Hermann Erber

Linz: "Coole" Kirchen bieten "Spektakel-Rast" bei Straßenkunstfestival

08.07.2026 10:52
Österreich/Kirche/Glaube/Kultur/Kunst
300 Künstlerinnen und Künstler von 23. bis 25. Juli zu sehen - Kirchen und Seelsorgeteam begleiten Gäste mit "Spektakel-Segen to go", kühlen Rückzugsorten und spirituellen Impulsen
Linz, 08.07.2026 (KAP) Drei "coole" Kirchen in der Linzer Innenstadt bieten heuer erstmals beim renommierten Straßenkunstfestival "Pflasterspektakel" Orte zum Ausruhen, Abkühlen und Auftanken. Die mehr als 200.000 Besucherinnen und Besucher, die das Kleinkunstfestival jährlich aus dem In- und Ausland in die Linzer Innenstadt lockt, finden bei sommerlichen Temperaturen im Mariendom, der Ursulinenkirche und der Ignatiuskirche (Alter Dom) von 23. bis 25. Juli täglich bis 20 Uhr "Inseln der Ruhe inmitten des lebhaften Treibens". Neben Abkühlung und Rückzugsmöglichkeiten bieten die Kirchen auch spirituelle Impulse.

Während des Festivals sind zudem Seelsorgerinnen und Seelsorger in der Linzer Innenstadt und bei der "Spektakel-Rast" am Domplatz im Einsatz. Erkennbar an gelben Warnwesten stehen sie unter dem Motto "Erzähl mir was, ich hör dir zu" für Gespräche mit Besucherinnen und Besuchern zur Verfügung.

Bereits zum 38. Mal findet das "Pflasterspektakel" statt. Rund 300 Künstlerinnen und Künstler aus 44 Ländern gestalten insgesamt 108 Programmpunkte - von Comedy, Clownerie und Jonglage über Luftakrobatik, Tanz und Musik. Auch ein eigenes Kinderprogramm ist geplant. "Als Fest der Kultur für alle bietet es Zutritt ohne Tickets. Die Künstlerinnen und Künstler erhalten ihre Gage durch das Hutgeld des Publikums. Es ist ein Festival, das Straßenkunst für alle zugänglich macht", erklärte Festivalleiterin Kathrin Böhm gegenüber den "Oberösterreichischen Nachrichten" (8. Juli).

"Spektakel-Segen to go"

Im Mariendom steht die Turmkapelle (erreichbar über den Eingang Baumbachstraße) als "Ruhepol" offen. Gedichte und Gebete laden dort ein, "zur Ruhe zu kommen". Wegen der sommerlichen Hitze ist auch die Krypta mit ihren rund 20 Grad Celsius ausnahmsweise frei zugänglich.

Die Ursulinenkirche an der Landstraße bietet als Kunst- und Kulturkirche Raum zum Innehalten. Neben spirituellen Impulsen gibt es einen Kids-Corner und eine Kids-Tattoo-Zone für junge Festivalgäste. Täglich von 19 bis 20 Uhr wird zudem ein "Spektakel-Segen to go" angeboten. In der Ignatiuskirche, dem Alten Dom, lädt der Theologe und Künstlerseelsorger Hubert Nitsch zu Gesprächen ein. Ein Anliegenbuch bietet Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit, persönliche Gedanken, Wünsche und Eindrücke zum Festival festzuhalten.

"Coole Kirchen"

Mariendom, Ursulinenkirche und Ignatiuskirche gehören zu jenen zwölf Kirchen der Pfarren Linz-Mitte und Urfahr-St. Junia, die heuer in der heißen Jahreszeit als "Coole Kirchen" die Initiative "Cooles Linz" unterstützen. "Wer dem glühenden Asphalt und der prallen Sonne für eine Weile entkommen möchte, ist bei uns herzlich willkommen", so Monika Weilguni, Pastoralvorständin der Pfarre Linz-Mitte. "Ohne Eintrittsgeld, ohne Konsumzwang: Einfach zum Durchatmen."

Mehrere Fachteams der Diözese Linz, die Pfarre Linz-Mitte und ein engagiertes Kernteam haben gemeinsam mit dem Linzer Kulturmagistrat die erste "Spektakel-Rast" initiiert. Die Programmkoordination liegt bei Martina Resch, Leiterin des Innovationsprojekts Kirchenraumpastoral der Pfarre Linz-Mitte: "Wir möchten den Menschen das anbieten, was wir haben: Räume zum Ausruhen, Räume für Gespräche, Räume für Kunst und Spiritualität."
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